Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

01März
2014

Wildlife spotting along the coast

Die erste Nacht nach Margaret River haben meine neuen Freunde und Reisepartner, Jenni aus Finnland, Anna aus Deutschland, John aus Irland, und ich in Busselton verbracht. Dort machten wir uns einen gemütlichen Abend mit ein paar Bierchen auf einem Campingplatz direkt am Strand.

An diesem Strand sahen wir am nächsten Morgen einen Rochen aus nächster Nähe. Nach dieser Begegnung mit dem Rochen ging es weiter zu Penguin Island. Wie der Name schon sagt kann man dort Pinguine besichtigen und theoretisch in freier Wildbahn sehen. In Wirklichkeit sitzt man im Kreis um ein großes Wasserbecken in dem die Pinguine herunschwimmen und gefüttert werden. Ziemlich touristisch aber trotzdem iwie süß. Penguin Island bietet sich allerdings auch sehr gut zum schnorcheln und wandern an. So haben wir alle einen super Nachmittag auf der kleinen Insel verbracht.

Penguin Island

Die nächsten Tage gings nach Fremantle, einer kleinen Vorstadt von Perth, die sehr viele alte und geschichtsträchtige Bauwerke und eine schöne Innenstadt zu bieten hat. Nachdem wir alle die Innenstadt erkundet hatten und in einem Park Essen gekocht hatten, suchten wir nach einem geeigneten Schlafplatz, da wir keine Lust auf einen weiteren überteuerten Campingplatz hatten, auf dem wir dann wieder hunderte andere deutsche treffen würden und uns sicher nicht wie in Australien fühlen würden. Diesen Schlafplatz fanden wir dann direkt am Hafen an einem kleinen Leuchturm, der unserem Platz definitiv mehr Atmosphäre verlieh als ein vollgepackter Campingplatz. Am nächsten Morgen wurden wir von ein paar Delfinen geweckt, die im Hafen auf und ab schwommen. Dieses Gefühl im Auto zu schlafen, unter der Sonne Australiens aufzuwachen, mitten im Hafen Delfine zu beobachten, war einfach unbeschreiblich. Auch an den nächsten Tagen hielt der Hafen immer wieder Überraschungen für uns bereit. Am einen Tag fuhr ein riesieger Luxusdampfer direkt neben uns vorbei, am anderen Tag war das Auto nach einer stürmischen Nacht in Salzwasser getränkt. Ich hatte übrigens das Glück in dem Auto von Anna zu schlafen, mit der ich jetzt auch die Westküste hochfahre, welches um einiges komfortabler und angenehmer ist als mein Auto.

Fremantle Lighthouse    

Mein Auto hat die ein Monat Marke nichtmehr geknackt. Da es die ganze Woche 38 Grad hatte, überhitze mein Auto, der Kühler hatte etliche Löcher und somit stand ich vor einer Entscheidung. Für 1500 Dollar reparieren lassen, oder für sehr wenig Geld an einen Mechaniker verkaufen? Da mir diese Schrottkarre bisher nur Probleme bereitet hat, nahm ich 50 Dollar für das Auto von einem Mechaniker, und freute mich einfach dass dieses Stück Blech weg war. Wirtschaflich und finanziell gesehn habe ich auch noch den Deal meines Lebens gemacht. Für 1200 gekauft, für 800 repariert, für 50 verkauft. Hier nochmal ein großes Dankeschön an die Einschätzungsgabe und das Fachwissen beim Autokauf an Patrick Weller.

Lukrativer Verkauf meines Autos

Da ich aber jetzt mit Anna, Jenni (der Finnin) und einer Freundin von Anna im Auto mitfahren kann, ist alles gut und ich kann mich voll auf den Roadtrip mit den drei Mädels freuen. Mit allen zusammen erkundeten wir Perth und den Kings Park, welcher das Highlight von der Stadt ist und schöne Blicke über die Stadt offenlegt. Zum Abschluss der Woche feierten wir noch zusammen mit ein paar Irischen Freunden von John(dem Iren mit dem ich unterwegs war), und bekamen eine Demonstration der Stärke der Irischen Leber. Diese Iren sind schon ein Schlag für sich, aber ich bin sehr dankbar für diesen schönen Abend, und die Großzügigkeit und Gastfreundschaft dieser Leute!

Kings Park PerthJenni & IchPerth Perth by night

Der Tag danach gehörte der Musik. Ich hatte mich spontan dazu entschlossen auf das Future Music Festival zu gehen, welches eines der größten in ganz Australien ist. Dort waren Macklemore, Paul Kalkbrenner, Hardwell, ATB, Paul van Dyk und viele mehr.

Am Tag nach dem Festival kam dann der Tag des Abschieds. John und seine Freundin fuhren Richtung Süden um auf einer großen Farm zu arbeiten, und die Mädels und ich machten uns für unseren Roadtrip in den Norden bereit. Mit John hatten wir nicht nur jede Minute Spaß und gute Laune, auch kulinarisch haben wir es uns zusammen gut gehen lassen. Das gemeinsame Kochen in den Parks, am Strand oder einfach nur aufm Parkplatz, gehört zu den schönen Dingen an die man gerne zurückdenkt. Auch wenn du kein Deutsch verstehst, danke für alles John und viel Glück auf der Farm! Für uns gehts jetzt ab in den Norden, bis bald!