Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

15Mai
2014

Vom größten Fischmarkt der Welt zum Nationalsymbol Japans

Um den größten Fischmarkt der Welt zu sehen, versuchten Anna und ich früh auf zustehen und der berühmten Thunfisch Auktion beizuwohnen. Da diese bereits um 5 Uhr morgens anfängt, und wir mit der Bahn mindestens eine halbe Stunde gebraucht hätten, fiel die Thunfischauktion ins Wasser. Später am morgen erreichten wir den großen Fischmarkt. Dort war der ganze Trubel schon vorbei und es wurde bereits geputzt und verpackt. Ich war gar nicht so traurig darüber, blitzblanke Arbeitsflächen und Schneidebretter vorzufinden, anstatt den Geruch von Fisch und Blut in der Nase zu haben.

Nach einer ausgiebigen Wanderung durch das Marktlabyrinth fanden wir doch noch ein paar arbeitende Japaner. Dort wurde ein meterlanger Thunfisch zerlegt, der von der größe auch ein Delfin sein könnte. Dieser riesige Fisch wurde von drei kräftigen Männern "bearbeitet", um ihn packfertig an die Einzelhändler zu schicken. Eine halbe Stunde sahen wir den Männern bei der sichtbar schweren Arbeit zu, bis wir weiterzogen. Obwohl es schon sehr leer in der Halle war, kam man sich als Tourist immernoch fehl am Platz vor, und man hatte ständig das Gefühl im Weg zu stehen. Nicht vorzustellen wie der Betrieb wohl um 6 Uhr morgens aussieht.

Vom Fischmarkt ging es direkt zu einem der best gelungensten Duplikate, das die Japaner angefertigt haben. Der Tokioter "Eifelturm" kommt dem Orginal bis auf die Farbe schon sehr nahe. Nur die Tatsache das man von Buddhistischen Tempeln umgeben ist, macht einem klar, dass man in Tokio und nicht an den Ufern der Seine steht.

Von dort fuhren wir zum Trendviertel Harajuku, in dem es von der aufgemotzten S-Klasse bis zu hochmodernen Modehäusern aus Mailand und Paris alles gibt. Mit einem Crepe in der Hand kann man sich die vorbeirauschenden Menschenmassen sehr genau anschauen und das Flair genießen.

Der nächste Tag war dem Nationalsymbol Japans gewidmet. Vom wolkenverhangenen und regnerischen Tokio machten wir uns auf dem Weg zum Mt Fuji. Nach einer angenehmen Busfahrt war man in einer anderen Welt angekommen. In dem sonnigen, kleinen Örtchen am Fuße des Mt Fuji konnte man nach einer vollgepackten Woche in der Mega-Metropole, entspannen. Um diesen traumhaften Frühlingstag auszunutzen, mieteten Anna und Ich uns ein Fahrrad, und radelten um einen malerisch gelegenen See mit Blick auf den Mt Fuji. Entlang der 20 Km, die wir rund um den See fuhren, sahen wir verschiedenste Blumen blühen und auch noch vereinzelte Kirschblüten. Wie das Land zur vollen Blütezeit aussieht kann man sich kaum vorstellen. Allein diese wenigen blühenden Kirschbäume versetzen alles andere in ein prachtvolleres und magisches Licht. Rund um den See genossen wir stundenlang die Sonnenstrahlen und die verschiedenen Ausblicke auf den schnee überzogenen Berg. Nach all den Wochen, die wir im Auto verbracht haben, tat etwas Sport auch mal wieder sehr gut. Nachdem wir unsere Räder zurückbringen mussten, genehmigten wir uns noch ein wohlverdientes Eis im Abendrot, bevor es ins Bett ging.

 

Am nächsten Tag nahmen wir einen Bus hinauf zu einer der Bergstationen, von der man normalerweise den Aufstieg zum Gipfel beginnt. Da die Saison für die Besteigung des Berges erst im Juli anfängt, mussten wir uns mit dem Blick auf das Tal und die umliegende Landschaft begnügen. Da die Bergstation bereits auf 2400 Meter Höhe liegt, sahen wir nach fast 7 Monaten mal wieder Schnee. Nach einer traditionellen Nudelsuppe in einem kleinen Restaurant traten wir den Rückweg nach Tokio an.

Von Tokio aus wollten wir in die von jedem bis in den Himmel gelobte Stadt Kyoto fahren. Dank dem bereits erwähnten Zugsytem wäre es eigentlich auch kein Problem in Tokio zu unserer Bushaltestelle zu fahren, wäre da nicht noch das Zugterminal selbst. Im größten Bahnhof der Welt, Shinjuku Station, waren wir wiedermal verloren. Mit freundlicher Mithilfe einiger Japaner fanden wir nach gefühlten Stunden dann doch noch unser Terminal. Dort sitzen wir gerade und warten auf unseren Bus in die Kulturelle Hauptstadt Kyoto!