Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

16April
2014

The Red Centre

Weitere 500 km weiter kamen wir endlich bei einem der Wahrzeichen Australiens an: Uluru (Ayers Rock) ! Dieser mächtige Fels erhebt sich mehrere hundert Meter aus der roten Erde und stellt einen starken Kontrast zum nichts außenrum dar.

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen, um das Schauspiel zu beobachten. Mit der untergehenden Sonne wechselt der Uluru seine Farbe von leuchtend Rot über blau, zu einem braunrot.

Am Abend lernten wir noch ein paar interressante Leute kennen. Auf dem Parkplatz sahen wir ein paar Backpacker mit einem platten Reifen und kamen beim Helfen ins Gespräch. Einer von ihnen war ein Ire, der sehr lustig war, und dessen Plan darin bestand, dass er einen Marathon auf jedem Kontinent läuft. Die anderen beiden waren zwei Deutsche. Beide wirkten zuerst sehr unscheinbar, bei dem Jungen lag meine Annahme auch richtig, das Mädchen jedoch hatte eine atemberaubende Story zu erzählen.

Sie hatte bereits mit 16 ihr Abitur bestanden, und etliche Stipendien bekommen, entschloss sich aber nach Ghana zu gehen und dort ein Praktikum zu machen. Dort blieb sie dann nicht 2 Monate, wie zuerst geplant, sondern 9 Monate! Sie hat dort ihre eigene Organisation aufgebaut, Ärzte angestellt, eine Schule eröffnet und auch noch sonstige beachtenswerte Dinge auf die Beine gestellt. All dies hat sie mit Spenden aufgebaut, mit denen sie komplett ohne Profit alles finanziert. Sie selbst lebt dort mit ihren 18 Jahren in einem Slum mit den anderen Menschen, ohne Elekrizität und fließendes Wasser. Falls jemand von euch etwas spenden möchten, oder sich nur näher informieren will, dass ist ihre Internetseite: www.betterplace.org/de/projects/15717

 

Am nächsten Morgen sahen wir uns Sonnenaufgang am Uluru an. Danach umrundeten wir den "großen roten Stein" und machten uns auf den Weg zu den "Olgas". Jene sind eine Formation aus mehreren Felsen die noch höher als der Ayers Rock sind, und eigentlich auch interressanter aussehen.

Der nächste Tag wurde wiedermal mit fahren verbracht. Das Ziel lautete Kings Canyon, ein weiterer Nationalpark, der tiefe Gesteinsschluchten und Aussichtspunkte zu bieten hatte. Nach einer stundenlangen Wanderung gings zurück ins Auto, wieder auf den Stuart Highway, und nun Richtung Adelaide. Weitere 1500 Km durch die Wüste, bis man wieder in der Zivilisation ankommt.