Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

20Februar
2014

I <3 Esperance

Unglaublich, wunderschön, atemberaubend, einzigartig: All das und noch viele andere verherrlichende adjektive würde man vermutlich aus den Mündern der Touristenmassen hören - wenn es welche gäbe. Es war wirklich die beste Entscheidung in Esperance auf das gute Wetter zu warten. Ich habe noch nie so wunderschöne, unberührte und menschenleere Strände wie hier gesehen. Und es gibt hier nicht einfach nur einen oder zwei Strände wie in den meisten anderen Städten. Hier gibt es eine 30km lange Staße die am türkisblauen Meer entlangb führt, und einen Strand nach dem anderen zu bieten hat. In dem Fall sagen Bilder einfach mehr als tausend Worte, deshalb lasse ich die Schreiberei, und lasse einfach die Bilder für sich sprechen.

Nachdem Patrick und ich die ganze Zeit an all diesen Traumstränden mit schnorcheln, surfen und entspannen verbracht haben, kam das ultimative Highlight das alles getoppt hat. Wie ich euch ja schon erzählt habe, hat uns diese Frau im Buchladen mit ihrem Sohn vermittelt, der uns auf eine Motoradtour mitnehmen wollte. Nichts ahnend was uns erwartet haben wir uns also mit diesem Typen getroffen, und fuhren zu ihm nach Hause. Dort standen schon 3 Dirtbikes (Motocross) bereit, die nur darauf warteten gefahren zu werden. Da ich bisher noch nie mit einem Motorad, geschweige denn mit einem Offroad-Bike gefahren bin, dachte ich erst dass ich wahrscheinlich sowieso nicht fahren darf, und "nur" zuschauen kann. Der Typ, Jason, war allerdings total entspannd und unbesorgt, sagte ich würde das schon hinbekommen, und ich soll mit keine Gedanken machen, das wird einfach nur mega. Also gings ab zu einer weiteren traumhaften Bucht, die allerdings schon von anderen Adrenalinjunkies belagert war. Große Geländewagen, Quads und andere Dirtbikes rasten über den Strand, als ob es ihr persönlicher Highway wäre, und verwandelten den Strand zur Rennarena. Anfangs war ich noch zum zuschauen verdammt, nach ein paar Minuten durfte ich dann aber auch ran. Ich bekam eine kurze Erklärung, wie ich das Motorad starte, wie ich schalte und fahre. Also stand mir nichts mehr im Weg und ich konnte losdüsen. Schon auf den ersten Metern bekam ich dieses unglaubliche Gefühl der Freiheit, über den Sand fliegend umher zu fahren. Als ich mich dann auch noch an das Motorad gewöhnt hatte, konnte ich alles genießen. Den wundervollen Strand und das Wasser vor mir, alle anderen entgegen kommende Fahrzeuge, die heiße Sonne die mit mir um die Wette strahlte. Es war einfach perfekt. So verbrachten wir die nächsten Stunden in vollkommener Sorglosigkeit und Freiheit, mitten im Paradies. Ich glaube ich habe ja auch schon erwähnt dass es wahr ist, dass die schönsten Dinge im Leben umsonst sind. Auch hier hatten wir dieses fantastische Erlebnis mit Jason kostenlos. Auch nach mehrmaligem Bitten dass wir wenigstens die Benzinkosten übernehmen, lehnte er immer höflich ab und sagte dass das selbstverständlich sei. Ich bin wirklich sehr dankbar für die Erfahrung und dass es noch so liebe und nette Leute gibt!

Nach diesem aufregenden Tag ging es ins nächste Paradies. Einen Nationalpark in der Nähe von Esperance. Auch hier wären keine Worte würdig genug um dieses Fleckchen Erde zu beschreiben.

Thistle Cove Hellfire Bay

Nach einem weiteren unglaublichen Tag ging es dann wieder zurück nach Denmark. Dort gingen Patrick und ich nochmal surfen und planten unseren weiteren Trip. Es ging weiter nach Walpole, ins Valley of the Giants. Ein Tal mit enormen Baumriesen, die man sowohl von unten als auch von oben erkunden konnte. Einige der Bäume haben einen Umfang von 16 Metern, und haben schon mehrere Waldbrände überlebt. An den Stellen der Feuer sind somit Löcher und Öffnungen entstanden, die heute als Durchgang benutzt werden. Auf einer Rampe kann man bis zu 40m hoch zu den Riesen gehen und den Blick von oben genießen. Den Blick von oben kann auch von der Krone eines einzelnen Baums schweifen lassen. Der Weg nach oben besteht nur aus Eisenstangen, die wie eine Leiter nach oben hin in den Baum gerammt sind - ungesichert. Der steile Weg nach oben ist sehr abenteuerlich, vor allem da einige Passagen nur vertikal passierbar sind. Am oberen Ende des über 60 Meter hohen Baums, kann man dann den Blick genießen, und sich schonmal mental auf den Abstieg vorbereiten. Nachdem man 60 Meter über dem Boden auf einfachen Eisenstangen gestanden hat, ist dann der harte Boden wieder sehr willkommen.

Nach dieser Besichtigung ging es dann weiter nach Margaret River, dem Surfmekka Australiens, der Heinat von Weltklasse Weingütern und dem entspannten Lebensfeeling. Hier werden wir unser Lager für eine etwas längere Zeit aufschlagen, da es sehr viel zu entdecken gibt.

Bis demnächst,

Chris