Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

04November
2013

Great Ocean Road

Die Entscheidung die Great Ocean Road mit den 3 Mädels zu machen war definitiv richtig. Erstens weil ich super viel Spaß hatte und es echt schön war, und zweitens weil ich sie jetzt doch nicht nochmal mit der anderen Gruppe fahre. Doch dazu später mehr.

Ich traf mich mit den Mädchen (Melina,Trixy und Kathrin) vor meinem Hostel, wo sich mich mit dem Auto ihres Farmers abholten. Melina und Trixy arbeiten nämlich auf einer Pferdefarm in der Nähe von Melbourne, und haben das Wochenende frei bekommen um diese Tour machen zu können. Inklusive Auto und Kreditkarte für den Notfall. Muss echt n chilliger Typ sein. Die Mädels waren mir von Anfang an sympathisch und der erste Eindruck täuschte auch nicht. Wenn es um längere Wanderungen oder steile Treppen bergauf ging, waren sie zwar nicht so begeistert, aber wir haben trotzdem alles abgelaufen was ging, und haben jeden Aussichtspunkt besichtigt, was ich ihnen hoch anrechne.

Den ersten Tag haben wir also damit verbracht, auf der wunderschönen Küstenstraße entlang zu fahren, an einsamen Stränden entlang zu spazieren, Fotos vor den steilen Hängen zu machen, ab und zu mal einen Wasserfall anzuschauen und nach freien Campingplätzen mit Duschen zu suchen. Great Ocean Road Beach Apollo Bay Sheoak FallsAuf der Suche nach einem schönen Platz um den Sonnenuntergang zu genießen, waren wir ebenfalls, das verlief aber ebenso erfolglos, wie der Versuch am nächsten morgen den Sonnenaufgang zu beobachten. Die Klippen waren einfach im Weg. Dementsprechend waren wir alle top gelaunt, da wir um 5 aufgestanden sind. Die Nacht haben wir übrigens in einem sehr komfortablen 4 Mann Zelt verbracht, das uns so viel Wärme spendete, sodass es sich nicht nach +10 Grad anfühlte, sondern eher nach -10 Grad. Der Aufbau des Zelts im Dunkeln war auch etwas schwieriger, was aber nur dazu fuehrte, dass wir noch mehr Spass hatten (keine Ironie). Die Tatsache dass es auch keine Duschen gab hob die Stimmung natürlich zusätzlich. Die Mädels waren aber trotzdem noch immer super gelaunt und gut drauf, was eine sehr willkommene Abwechslung zu meinen dauerbekifften Zimmernachbarn im Hostel war.

Sehr komplizierter Zeltaufbau Gemeinsam geht alles

Am nächsten Tag sind wir dann den Küstenabschnitt mit den 12 Aposteln gefahren, die sozusagen die Hauptattraktion der Great Ocean Road sind. Dennoch gleichen sich die Fotos doch sehr, weil es einfach noch 100 andere ähnliche Felsformationen gab. Kaengurus Twelve Apostel Twelve Apostel Kathrin, Trixy, Melina, Ich London BridgeDie Aussichtspunkte der anderen Sehenswürdigkeiten waren sehr überlaufen, deshalb entschieden wir uns, an einen Strand zu gehen, der etwas weiter weg von den üblichen Touristenpfaden lag. Diesen Strand kann man normalerweise auch nicht erreichen, da er durch einen relativ großen und reißenden Fluss abgetrennt wird. Dieses Geheimnis blieb uns aber verborgen, da es gerade Ebbe war und wir nichtmal knöcheltief durchs Wasser gehen konmten. Der JumpNach ein paar schönen Stunden am Strand mit Gruppenfotos, Wettrennen und sonstigen Spielchen kam die Ernüchterung. Wir waren auf der anderen Seite des Flusses gefangen, und konnten den Fluss wegen der starken Strömung, der Tiefe und auch wegen der Angst von Krokodilen, Quallen oder sonstigen giftigen Tieren, nicht mehr überqueren. Unsere Schuhe, die wir auf der anderen Seite gelassen haben um sie nicht so sandig zu machen, wurden uns zum Glück noch von einem Touristen zu geworfen, der sicherlich nicht der schlechteste in sämtlichen Wurfdisziplinen wäre. Mit Schuhen, aber immernoch ohne Plan wie wir zurückkommen, wanderten wir am Fluss entlang um einen Ausweg zu finden - vergeblich. Ein paar Angler erzählten uns dass es einen mehrstündigen Umweg gäbe, auf den wir allerdings nicht wirklich scharf waren, da wir eh schon mehrere Stunden in der Sonne und ohne Essen und trinken herumliefen. Nach einiger Zeit und etlichen Überquerungsvesuchen, fasste ich mir ein Herz und watete an einer etwas seichter aussehenden Stelle durchs Wasser. Einmal drin im Wasser hatte ich dann eher mehr Angst um meine Kamera als vor irgendwelchen Tieren. Heilfroh wieder gut auf der anderen Seite angekommen zu sein, wanderten wir dann erschöpft aber trotzdem gut gelaunt zum Auto zurück. Die Mädchen konnte wirklich nichts aus der Fassung bringen. Am Abend fanden wir dann einen wunderschönen Platz um den Sonnenuntergang zu beobachten, und ließen den Abend dann erst dort und später im Zelt mit ein paar Gläsern/Plastikbechern Goon und zwei anderen Backpackern ausklingen. Melina, Ich, Trixy, Kathrin Sunset Gibbson Steps

Am nächsten Morgen fuhren wir dann in einen Nationalpark um Koalas zu sehen. Mann musste gar nicht aufmerksam umher sehen, sobald ein Koala in der Nähe war, standen sofort 15 Autos am Rand. Man wusste also gleich wo die Koalas sind, wenn man auf parkende Autos achtete. Wir hatten Glück und sahen eine wache Koala Familie. Normalerweise schlafen die Tiere 20 Stunden am Tag. War wirklich sehr süß sie auf den Bäumen umher klettern zu sehen. Koala Familie Den restlichen Tag suchten wir dann gemeinsam mit den beiden Jungs, die wir am Abend davor kennengelernt haben, nach einem Campingplatz der bezahlbar war, aber trotzdem warme Duschen und Strom hatte. Die Suche verlief zum Glück erfolgreich, und wir konnten uns sogar noch etwas zu Essen kochen. Da unser Zelt leider am Tag davor kaputt ging, mussten wir es etwas umbauen um weiterhin darin zu schlafen. Jetzt wurde es noch kälter und die Instabilität des Zeltes war auch nicht beruhigend. Aber zusammengekuschelt gings dann doch irgendwie.

Aufgrund des sehr windigen und regnerischen Wetters, haben wir am nächsten Tag nur noch einen kurzen Abstecher in einen weiteren Nationalpark. Danach gings heim nach Melbourne wo schon die andere Gruppe auf mich wartete. Wehmütig verabschiedete ich mich von den Mädchen die ich sehr lieb gewonnen habe und machte mich schwerden Herzens zu den anderen auf, in der Hoffnung sie waeren genauso super.

Dort erwarteten mich aber zwei mürrische Typen und ein ungutes Gefühl machte sich breit. Ich wollte irgendwie nach dem tollen Trip nicht irgendwelche anderen Mitfahrerer haben, die nicht so eine poitive Energie ausstrahlten wie Trixy, Melina und Kathrin. Auch hier ließ mich meine Intuition nicht im Stich. Leider. Der Fahrer dachte er wäre der coolste, schrieb SMS mit dem Handy, versuchte sich Zigaretten zu drehen und passte nicht wirklich auf den Verkehr auf. Also fuhr er dem Auto vor uns hinten drauf. Die anderen hatten nur Angst falls die Polizei kommen würde, da er anscheinend noch Restalkohol hatte. Auf den Schreck musste er erst mal einen Joint rauchen. Ich wollte nun definitiv nicht mehr mit ihnen fahren und ließ sie sitzen. Jetzt sitze ich aber wieder hier in Melbourne und weiß nicht was ich tun soll.

Aber ich hab auf jeden Fall ein paar Erfahrungen gesammelt, hatte ein super Zeit und hab echt tolle Mädels kennengelernt.

Bis demnächst, Euer Chris