Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

28November
2013

Eat. Play. Work

Diese Woche war etwas ereignisreicher als die letzte, und bot von Stränden bis hin zu Buschfeuern alles.

Am Montag war ich an einem schönen und menschenleeren Strand schnorcheln. Es war super durchs klare, blaue Wasser zu gleiten, und die Unterwasserwelt zu begutachten. Nachdem ich alles erforscht hatte, durfte ich mit dem Geländewagen des Gastvaters am Strand entlang fahren. Erstmal ein komisches Gefühl barfuss zu fahren, was hier ganz normal ist, und zweitens mit einem großen allradbetriebenen Auto über den weichen Sand zu düsen. Ist super entspannend, auf der einen Seite das Meeresrauschen zu hören, immer wieder kleinen Sandhügeln auszuweichen und die pure Freiheit zu genießen. Ich freu mich schon auf die nächsten Fahrten am Strand die ich auf meiner Reise (hoffentlich) noch erleben werde. 

Parry Beach

Auch die Tierwelt ist sehr interressant hier. Sobald man weiß dass das Tier nicht giftig ist, traut man sich auch mal näher ran und kann Fotos machen. Hier sind zum Beispiel ein paar Papageien und ein Tier von dem ich den deutschen Namen nicht weiss.  Papageien Bobtail Lizard

Gestern war dann ein recht anspruchsvoller Tag, der aber erstmal mit einer angenehmen Arbeit begann. Da Bekannte der Familie eine Farm haben (auf der ich hoffentlich auch arbeiten kann), wurden uns kiloweise Erdbeeren gebracht, die entweder zu groß oder zu klein für den Verkauf sind. Also machte ich mit der Gastmutter Erdbeermarmelade! Allein der Geruch von den hunderten Erdbeeren war genial.

Nachdem wir gefühlt stundenlang Erdbeeren geschnitten haben, bekam ich einen Anruf von einem Gärtner, den ich die Woche davor kennengelernt hatte, der mir Arbeit anbot. Ich sollte in der nächsten halben Stunde fertig sein und dann würde er mich abholen. Hochmotiviert war ich sofort fertig und wartete auf Mark (der Gärtner). Da der aber in seiner eigenen Zeitzone lebt, wurde ich erst zwei Stunden später abgeholt. Mark, der eine deutsche Frau hat und auch für ein Jahr mal in Bremen gelebt hat, war von Anfang an sehr sympatisch und wies mich ganz ruhig in die Arbeit ein und ließ mich dann mit einem seiner anderen Arbeiter allein bei einem Haus. Die Arbeit bestand darin, Blätter und Äste zusammen zu rechen und diese anschließend zu verbrennen. Recyclinghof gibts hier wohl (noch) nicht. Das wird nicht etwa aus ästhetischen Gründen gemacht, sondern um die Gefahr von Buschfeuern zu reduzieren. Die Arbeit war relativ hart, da vor allem das Tempo das der andere Arbeiter - 22 Jahre alt und eigentlich sehr chillig - vorgab, jeden deutschen Chef stolz gemacht hätte. Außerdem mussten jedesmal eine sehr hohe Menge an Blättern bewegt werden, was nach der Zeit in die Arme und in den Rücken geht. Doch ich wollte mich ja an meinem ersten Arbeitstag nicht gleich beschweren, und rechnete mir lieber einfach schonmal im Kopf vor, was ich bei dem Job verdienen würde. Das war dann Besänftigung genug. Nachdem alles auf ein paar Haufen verteilt wurde, kam der bequemere Teil. Alles anzünden und einfach daneben stehen, aufpassen dass kein Waldbrand entsteht und immer mal wieder alles zusammen rechen. Der einzige Nachteil ist der beißende Rauch der in den Augen brennt, und der Geruch der Klamotten wenn man nach Hause kommt. Kann man sich ungefähr so vorstellen, wie wenn man mehrere Stunden in einem absolut stickigen Raucherlokal oder den Glaskästen am Flughafen in denen man rauchen darf, verbringt. Nachdem diese Arbeit dann erledigt war, hat mir der andere Arbeiter erstmal ein Bier spendiert, damit ich es mit der deutschen Qualität vergleichen kann. War gar nicht soo schlecht. Außerdem fuhren wir in einem sehr speziellen Firmenwagen, der überall für Aufsehen sorgt. Wirklich gute Werbung für Mark.

DER Firmenwagen

Appropos Mark: Er wollte mich dann am Abend noch amrufen und mir die Einzelheiten über die Arbeit und meine Arbeitszeiten sagen, da er aber wie gesagt nicht ganz pünktlich ist, warte ich immernoch auf den Anruf.

Nach der Arbeit konnte ich dann seit langer Teit mal wieder Fussball spielen. Die dörfliche Gemeinde trifft sich nämlich jeden Mittwoch und veranstaltet ein Spiel. War super mal wieder zu kicken und gleichzeitig ein paar neue Leute kennen zu lernen.

Nach dem Spiel erwarteten mich dann noch ein köstliches Essen bei der Gastfamilie und ganz viel Geschirr das ich spülen durfte. Schließlich bin ich dann aber doch auch noch ins Bett gekommen, und konnte mich ausschlafen.

Heute musste ich nur das Haus saugen und das Bad putzen und konnte mir dann einen schönen Nachmittag machen. Ich bin also mit dem Hund gassi gegangen, bin allerdings völlig dehydriert wieder zurückgekommen, da ich mich verlaufen hatte und die Sonne hier unglaublich heiß runterknallt. Die Strassen Australiens

Zu Hause konnte ich mich dann mal wieder meiner Reiseplanung widmen.

Als der Vater von der Arbeit heimkam, haben wir uns ein paar Angeln geschnappt, und sind an den Strand gefahren. Ein wirkliches Naturtalent bin ich nicht gerade als Angler, aber das ist mir vollkommen egal. Ich habe einfach den Sonnenuntergang am Strand genossen und das Meer und die Wellen beobachtet.

Greens Pool, Sonnenuntergang

Morgen muss ich wieder im Garten arbeiten, und schau mal wie es so um meine Arbeit und auch um mein Geld für den einen Nachmittag steht.

Also bis bald, ich hoffe ich kann euch mit den Strandbildern ein wenig Wärme nach Deutschland bringen.