Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

14Juni
2014

Die verbotene Stadt

Nach einer sehr verregneten, 3 stündigen Autofahrt, ging es von Auckland über Brisbane nach Singapur. Ich hatte das Glück, dass ich bei beiden Flügen jeweils 3 Sitze für mich hatte, deswegen kam ich gut ausgeschlafen in Singapur an.

Dort durchsuchte ich erstmal meinen Rucksack auf Drogen, um nicht wegen Schmuggels zum Tode verurteilt zu werden. Als die Sicherheitskontrolle geschafft war, fuhr ich in die Stadt und durfte die beste Unterkunft meiner ganzen bisherigen Reise beziehen. Für die paar Tage durfte ich bei Freunden in einem wunderschönen Haus, in dem ich herzlich empfangen wurde, wohnen.

Vom Neuseeländischen Winter in den Sommer in Singapur zu kommen, war anfangs nicht ganz so einfach. Bei schwül-heißen Temperaturen um die 34 Grad, und einer Luftfeuchtigkeit von 70%, versuchte ich den Insel Staat hauptsächlich aus einem klimatisierten Bus aus, zu erkunden. Mangels meines Wissens über das Singapurianische Bussystem, lief ich dann doch den ganzen Tag herum.

Zuerst sah ich mir das berühmte Raffles Hotel an, welches noch in altem Kolonialstil gebaut ist, und sich somit von allen anderen "Luxus" Kästen Hotels abhebt. Mein Weg führte mich zu einem weiteren Luxushotel, das ebenso wenig einem Kasten ähnelt, wie das Raffles.

Das Marina Bay Sands trohnt mit seinen drei Riesen Türmen und dem 300 Meter langen "Schiff" als Dach, auf der anderen Seite des Hafens. Dieses Hotel beherbergt den wohl berühmtesten Infinity Pool der Welt, und genau dieser war mein Ziel. Normalerweise dürfen nur Hotelgäste dort oben hin, ich habe es aber trotzdem versucht. Mit dem Aufzug nach oben zu gelangen war auch gar nicht so einfach, nach einigen Versuchen hatte ich es aber geschafft. Ich war auf dem sogenannten Skydeck angelangt und konnte den tollen Blick über die Skyline und den anliegenden Park genießen. Der Pool wurde leider nochmal extra bewacht deshalb konnte ich dort nicht hinein. Und nur wegen dem Pool 400 Dollar für ein Zimmer zu bezahlen war mir dann doch zuviel.

Direkt hinter dem Hotel befindet sich ein neuer Park, in dem es sogenannte Supertrees gibt, künstliche Bäume, die nachts elektrisch beleuchtet sind. In diesem Park, Gardens by the Bay, verbrachte ich den Rest des Tages.

An meinen restlichen zwei Tagen sah ich mir den Merlion, das Symbol der Stadt an, sowie verschiedene Parks, Tempel, Shoppingmalls und die Stadtteile Chinatown und Little India. Ein Highlight war die Night Safari. Dort wird man nachts mit einem kleinen Zug durch den Dschungel gefahren, vorbei an Elefanten, Löwen, Tigern und Nilpferden. Sobald man den Zug verlassen hat, kann man die verschiedenen Wege auf eigene Faust erkunden. Bei immernoch extrem schwülen Wetter, nachts durch den Dschungel zu laufen, alle möglichen Tier Geräusche zu hören, war unheimlich und beeindruckend zugleich. Vor und nach der Night Safari, konnte man sich noch ein paar tolle Shows ansehen, unter anderem einen Feuerspucker und eine Tiershow mit Wölfen, Schlangen und Seeottern, die wussten wie man Dosen und Plastikflaschen recycelt.

Da Singapur ja auch vor allem für seine harten Strafen berüchtigt ist, habe ich mich mal nach ein paar Warnschildern umgesehen. Affen füttern im Park: 5000 $ Strafe, Über Nacht auf einem Parkplatz im Park stehen: 2000$ Strafe, Nicht hinter seinem Hund sauber machen: 1000$ Strafe, Drogenschmuggel: Todestrafe. In meiner letzten Nacht standen wir alle in der Nacht auf, um den historischen 5:1 Sieg von Holland über Spanien zu sehen und zu feiern.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es mit dem Bus nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Die Stadt ist vor allem für ihre Petronas Towers berühmt, und ehrlich gesagt habe ich außer diesen beiden Türmen nichts besonderes gesehen. Bei der Ankunft wurde ich gleich von einem Typen bedrängt und beinahe beklaut, auch sonst waren die Menschen sehr unfreundlich, es waren extrem viele Obdachlose auf der Straße, und sobald man seine Kamera oder den Geldbeutel in der Hand hatte, waren sehr aufmerksame Blicke auf einen gerichtet. Morgen gehts zum Glück gleich früh mit dem Flieger nach Thailand.