Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

12Februar
2014

Chris unchained! Endlich frei, Roadtrip kann beginnen

Ich habe jetzt die schlimmste Woche in Australien hinter mich gebracht. Mein Chef war nicht nur unglaublich unfreundlich, gehässig und wie der größte Sklaventreiber, sondern hat mir mein restliches Geld auch noch nicht überwiesen. Das komische ist, dass er am einen Tag total unausstehlich, und am nächsten Tag großzügig und nett ist. Von einem Freund wurden mir diese Stimmungsschwankungen als Folge vom Marihuanna erklärt, zu dessen Konsumenten mein Chef gehört. Überhaupt ist ganz Denmark irgendwie ein Hippie Dorf. Es war keine Seltenheit dass ich beim Rasenmähen mal ein paar Marihuanna-Pflanzen im Garten endtdeckt habe. Aber Denmark ist trotzdem wirklich toll und ich bin froh dass ich dieses kleine Städchen gefunden habe und so eine tolle Zeit hier verbringen konnte.

Anfang letzter Woche kam dann Patrick zu mir, was eigentlich Anlass zu Party und der Beginn der Guten Zeit bedeuten sollte, aber zu diesem Zeitpunkt war die Arbeit zu deprimierend. Ich zog also aus der Werkstatt aus, und ging mit Patrick auf den Campingplatz, den ich aber nur ganz früh morgens und abends sah, weil ich eine 70+ Stunden Woche hatte. Da der Campinplatz aber nur eine Minute vom Strand entfernt war, konnte ich teilweise noch für einen kurzen Abendsurf ans Meer, oder mich einfach nur im Wasser treiben lassen. Als dann das lang ersehnte Ende der Woche da war, konnten wir die Party die am Anfang ausfiel nachholen, da jetzt die gute Zeit begann. Wir machten uns für unseren Roadtrip bereit und da wir nun auch ein Auto hatten, konnte es losgehen. Das Auto ist eigentlich eine ziemliche Schrottkarre, die einen enormen Spritverbrauch und eine steinharte, nur teilweise einrastende Kupplung vorweisen kann. Ein paar andere Sachen funktionieren auch nicht, aber solange es fährt ist alles gut. Wir mussten zwar ein paar kostspielige Reparaturen vornehmen lassen, die mehr kosteten als erwartet, aber das Auto hatte diese auch dringend nötig. Jetzt bringt es uns hoffentlich von A nach B, und wenn das funktioniert, dann passt alles.

Zum Beginn der neuen Woche haben wir also das Auto vollgetankt, mit Campingausrüstung ausgestattet, voll mit Essen beladen, sodass wir auch die härtesten Zeiten im Outback überstehen würden, und fuhren einfach drauf los. Ich hab mir dann noch eine Taucherbrille und Schnorchel und eine gopro (Unterwasser und Action Kamera) gegönnt, damit der Trip noch einzigartiger wird. Jetzt brauche ich nur noch ein Surfboard, dann bin ich perfekt ausgerüstet. Im Moment kann ich mir immer mal wieder das Board von Patrick ausleihen, aber der will natürlich selbst damit surfen, deswegen schaue ich dass ich so schnell wie möglich eins finde.

Unser erster Stop war Albany weil wir noch ein paar Sachen besorgen mussten und ich Patrick die Stadt zeigen wollte. Am Abend sind wir dann in einen wunderschönen Nationalpark weitergefahren, und haben einen tollen Campingplatz inmitten eines dicht bewachsenen Tals gefunden, der auch noch kostenlos war. Ein weiterer Beleg dafür, dass die schönsten Dinge auf der Welt umsonst sind. Bei dem Campingplatz gab es einen kleinen, unscheinbaren Pfad, der einen Hügel hinaufging, der an einem umwerfend schönen Strand endete. Der Strand bestach durch seine spektakuläre Landschaft und Unberührtheit, zwischen zwei Bergen gelegen, hunderte Meter lang und menschenleer. Glücklich diesen Platz gefunden zu haben, gingen wir zurück zum Campingplatz und ließen den Abend mit vier anderen Backpackern gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen legten wir erstmal eine endlose Fotosession an jenem Strand ein um wirklich jedes Motiv einzufangen.

  

Danach packten wir alles zusammen und fuhren weiter Richtung Esperance. In der Erwartung "die weißesten Strände Australiens" und glasklares, türkises Wasser zu sehen, war unser erster Tag erstmal ernüchternd. Strömender Regen und kühle Temperaturen um die 20 Grad. Und das ist wirklich kalt für australische Verhältnisse!

Da das Wetter am Wochenende aber schöner werden soll, verbringen wir die nächsten Tage einfach am Strand und versuchen unsere Surffähigkeiten zu verbessern, denn surfen kann man auch bei schlechtem Wetter. Ein weiteres Highlight am Wochenende wird eine Motorad Tour über die Sanddünen sein. Wir haben nämlich eine sehr nette Dame in einem Buchladen kennengelernt, deren Sohn immer solche Dinge mit seinen Freunden unternimmt, und uns mitnehmen würde. EInfach unglaublich lieb dass sich diese Frau einfach um uns kümmert und uns vermittelt hat.

Ich werde mich jetzt wieder häufiger melden, und auch mehrere Bilder hinzufügen. Bei den letzten Blogeinträgen habe ich jetzt auch die Bilder ergänzt.

Bis Bald,

Chris