Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

19März
2014

Alternative Abendgestaltung in Exmouth

In Exmouth ging es mit der Erforschung der Unterwasserwelt weiter. In glasklarem, türkisem Wasser schnorchelten wir vorbei an farbenfrohen Korallen, riesigen Fischschwärmen und kleinen Rochen. Diese kleine Schnorcheltpur wurde dann allerdings sehr schnell von einem Hai beendet. Als wir diesen Hai sahen, fühlten wir uns nichtmehr ganz so wohl und schwammen so schnell wir konnten zurück zum Ufer. Heil wieder angekommen genossen wir einfach die Aussicht und den schönen Sonnenuntergang.

Den Abend verbrachten wir auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand. Gerade als wir unsere Sachen zum Kochen herausholen wollten, kam ein älterer Herr vorbei und erzählte uns dass ein Wagen am Strand feststeckt, wir könnten bestimmt gute Fotos machen. Als wir am Strand standen, sahen wir 3 junge Australier um das Auto stehen, welches bis zu beiden Achsen im Sand feststeckte. Der Eigentümer des Autos war betrunken am Strand entlang gefahren ohne seinen Reifendruck zu verringern und blieb somit ganz leicht stecken. Da er immernoch betrunken war, sagte er die ganze Zeit nur "ah ist egal, ich kauf mir einfach ein neues Auto". Da es sich allerdings um ein 50 Tausend Dollar Auto handelte, versuchten seine Freunde alles um es wieder raus zu buddeln. Nachdem wir ihm klar gemacht haben dass wir das Auto alle zusammen wieder rausbekommen, fing er auch mal an zu graben. Der ältere Herr holte dann sein Auto um das Auto des Australiers raus zu ziehen. Bis es allerdings soweit war, mussten wir noch 2 Stunden lang weiter buddeln. Vom Meer wurden wir auch noch unter Druck gesetzt. Die Flut kam, und das Wasser war nur noch wenige Meter weit weg. Sobald auch nur ein Reifen im Wasser ist, ist das Auto verloren. Also arbeiteten wir mit Hochdruck um das Auto wieder raus zu bekommen. Als letztendlich der ganze Sand unter dem Auto weg war, alle Reifen wieder im Freien standen, begannen wir das Auto von vorne zu schieben, während der Herr mit seinem Auto zog. Zuerst dachten wir es wäre geschafft, als sich das Auto ein paar Meter bewegte, aber es blieb erneut stecken. Der Australier gab wieder auf, und brabbelte wieder davon, dass er einfach n neues Auto kauft, die Mädels und ich haben schon wieder mitm graben angefangen. Nach einer weiteren Stunde war es wieder soweit. Der nächste Anlauf stand bevor, wir schoben wieder an, der Typ zog wieder das Auto. Diesmal hatten wir Glück. Das Auto blieb nichtmehr stecken, und der Australier konnte es sicher zum Strand zurückbringen. Wir haben gejubelt wie wenn wir grade unser Abitur nochmal bestanden hätten, oder grade eine kostenlose Reise in die Südsee gewonnen hätten. Wir haben aber gar nichts dafür bekommen. Uns wurde zwar großspurig Bier und allesmögliche sonst versprochen, aber er hatte vergessen dass er das schon alles selbst davor gesoffen hatte. Egal wie mans sehen will, Karma oder jeden Tag eine gute Tat, wir hatten sehr viel Spaß und eine gute Erinnerung.

Danach gings weiter ins Outback, in den Karijini Nationalpark, der von jedem als absolutes Highlight der Westküste angepriesen wird.