Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

13November
2013

Ab in den Wilden Westen!

Die Nacht in Mildura endete dann doch noch relativ versöhnlich, ich ging mit Kai und Patrick bis um 5 Uhr in einen Club, und wir hatten sehr viel Spaß beim tanzen und beim beobachten der Tanzstile der anderen Leute. Nach einer sehr kurzen Nacht ging's dann wieder mit dem Bus nach Melbourne. Da der Bahnhof aber 1 Stunde Fußmarsch enfernt lag, und ich meinen 25 Kilo schweren Rucksack und meine mindestens genauso schwere Essenstasche nicht die ganze Zeit mittragen wollte, nahm ich mir wie ein echter Penner einen Einkaufswagen und schob ihn durch die ganze Stadt. Ich wurde zwar von wirklich allen Leuten sehr argwöhnisch angeschaut, aber dafür hatte ich keine Rückenschmerzen.  Mein Penner mobil
7 Stunden später war ich wieder in Melbourne und konnte mir noch einen schönen Abend mit Billiard und ein paar Leuten im Hostel machen. 
Am nächsten Tag ging ich mit meinem Zimmernachbarn Skifahren in der Bibliothek. Wie soll das gehen? Da es dort eine Technik Abteilung mit Xbox und Playstation gibt, konnte man dort auch das Programm Xbox Kinect nutzen, welches die Bewegungen der Personen auf den Bildschirm überträgt. So konnte man also virtuell die Streif runterrutschen, während die anderen Leute um einen herum ihre Hausarbeit in ihren Laptop eintippen oder für Prüfungen lernen. Auch hier wurde man sehr seltsam betrachtet, aber es war einfach extrem lustig in Skifahrer Haltung in der Bibliothek zu stehen. 
Am Abend ging dann mein Flug nach Peth. Erst im Flugzeug lernte ich den Komfort, den ich bei Emirates beim Flug nach Autralien genoss, zu würdigen. Während man dort schier unendliche Beinfreiheit hatte, exzellentes Essen und Trinken bekam, und seinen eigenen Entertainment Screenbesaß, musste man sich bei Tigerair in die Sitze reinzwängen, für Essen und Trinken bezahlen und hatte auch sonst kein bisschen Komfort. Selbst das Gepäck musste man noch extra dazubuchen. Da ich etwas mehr als die gebuchten 15 kg in meinem Großen Rucksack hatte zog ich alle Pullis und Jacken die ich dabei hatte an, und setzte mich im Zwiebel Look ins Flugzeug. Bei der Ankunft in Perth erwartete mich die nächste luxuriöse Unterkunft. Eine Bank inmitten des Flughafenterminals. Aber mit meinem Schlafsack und ein paar Pullis als Kissen, ging es schon. Mein Schlafplatz Nach 4 Stunden Schlaf, stand ich um 5 auf, nahm den Cityshuttle Bus nach Perth, 2 verschiedene Züge zum Busterminal, und fuhr nun wiedermal 6 Stunden mit dem Bus. Hier lernt man wirklich eine ganz Neue Dimension von Entfernungen kennen - 5000 km in 3 Tagen und immernoch im selben Land. In Albany angekommen, holte mich dann die Gastmutter und 2 ihrer 3 Söhne mit dem Auto ab. Eine wirklich sehr liebe Familie hab ich da erwischt. Bei ihnen im Haus hab ich mein eigenes Doppelbett, ein Badezimmer dass ich nur mit den Jungs teilen muss und wirklich sehr leckeres Essen. Im Gegenzug muss ich nur im Haushalt und im Garten helfen. 
Den ersten Tag hab ich aber erstmal frei bekommen, um die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Hier gibt es wirklich traumhafte Strände - an einem von diesem liege ich gerade ganz für mich allein - und eine tolle Landschaft. Der Gastvater hat außerdem ein kleines Motorboot, mit dem er oft fischen geht, und einen Geländewagen mit dem er durch den Busch zu abgelegenen Orten fährt. Deshalb bin ich schon gespannt was ich hier alles erlebe und welche Arbeiten ich im Gegenzug leisten muss. 

  Ocean Beach FCB ist natuerlich auch dabei
Bis bald, liebe Grüße aus dem sonnigen Westen Australiens!

 

PS: Das hier lebt im Vorgarten. Nur ein kleines Exemplar