Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

Berichte von 06/2014

30Juni
2014

Thailand

Die letzten zwei Wochen habe ich in Thailand verbracht. Dort verbrachte ich eine schöne Zeit auf den Inseln Ko Phi Phi, Ko Samui, Ko Phangan und Ko Tao, sowie der extremen Metropole Bangkok. Auf den Inseln ließ ich es mir nochmal richtig gut gehen, genoss leckeres, thailändisches Essen, sprang von 12 Meter hohen Felsklippen, war am Traumstrand vom FIlm "The Beach", buchte eine Schnorcheltour, fuhr mit einem Quad rund um die Inseln, und lernte eine Menge neue Leute kennen. Dort gab es fast jeden Tag Partys am Strand, alle möglichen Aktivitäten wie zum Beispiel über ein brennendes Lasso springen - letzteres sollte man allerdings nicht in angetrunkenem Zustand machen, ich habe genug Mädels gesehen, die mit brennenden Haaren und Klamotten ins Meer gesprungen sind, um ihren "Brand" zu löschen. Jeder Tag war anders, jeden Tag kamen neue Leute, and jedem Tag stand etwas anderes auf dem Programm. Man mag es mir zwar nicht glauben, aber diese Art zu reisen war wirklich anstrengend. Jeden zweiten Tag seine kompletten Sachen packen, bei 35 Grad und 70% Prozent Luftfeuchtigkeit seinen 20 kg Rucksack durch die Gegend tragen, mit Minibussen durch den schockierenden Verkehr Thailands zu fahren, und fast jeden Tag auf einem klapprigen Boot zu verbringen. Trotzdem war die Zeit dort einzigartig, und kann nicht ersetzt werden.

 

Von den Inseln ging es in einem 15 Stunden Trip nach Bangkok, der Stadt der Engel. Warum die so genannt wird, weiß ich auch nicht, Engel gibt es dort definitiv keine. Über Bangkok muss man eigentlich keine großen Worte verlieren, Bangkok ist eben einfach Bangkok. Dort ist von überwältigenden goldenen Tempeln, den obligatorischen Ladyboy Shows und dem legendärem Nachtleben, über korrupte Polizisten, die einen ins Gefängnis stecken, falls man sie nicht schmiert, bis zu gestohlenen Schuhen (??), einem Ipod und Kopfhörern und etwas Bargeld, alles dabei. Bangkok muss man einfach mal erlebt haben. Dort kann man auch für 30 Baht (75 cent) ein vorzügliches Essen bekommen, welches man dann stilgerecht beim Schlendern über die berühmte Khao San Road genießt. Auch von Bangkok musste ich mich wieder früher verabschieden als mir lieb war. Nach einer langen Partynacht ging es in einem Höllenritt mit dem Taxi zum Flughafen, und dann saß ich auch schon wieder im Flugzeug zurück nach Singapur, wo ich am nächsten Morgen weiter nach Dubai, meinem letzten Zwischenstopp, fliegen würde.

14Juni
2014

Die verbotene Stadt

Nach einer sehr verregneten, 3 stündigen Autofahrt, ging es von Auckland über Brisbane nach Singapur. Ich hatte das Glück, dass ich bei beiden Flügen jeweils 3 Sitze für mich hatte, deswegen kam ich gut ausgeschlafen in Singapur an.

Dort durchsuchte ich erstmal meinen Rucksack auf Drogen, um nicht wegen Schmuggels zum Tode verurteilt zu werden. Als die Sicherheitskontrolle geschafft war, fuhr ich in die Stadt und durfte die beste Unterkunft meiner ganzen bisherigen Reise beziehen. Für die paar Tage durfte ich bei Freunden in einem wunderschönen Haus, in dem ich herzlich empfangen wurde, wohnen.

Vom Neuseeländischen Winter in den Sommer in Singapur zu kommen, war anfangs nicht ganz so einfach. Bei schwül-heißen Temperaturen um die 34 Grad, und einer Luftfeuchtigkeit von 70%, versuchte ich den Insel Staat hauptsächlich aus einem klimatisierten Bus aus, zu erkunden. Mangels meines Wissens über das Singapurianische Bussystem, lief ich dann doch den ganzen Tag herum.

Zuerst sah ich mir das berühmte Raffles Hotel an, welches noch in altem Kolonialstil gebaut ist, und sich somit von allen anderen "Luxus" Kästen Hotels abhebt. Mein Weg führte mich zu einem weiteren Luxushotel, das ebenso wenig einem Kasten ähnelt, wie das Raffles.

Das Marina Bay Sands trohnt mit seinen drei Riesen Türmen und dem 300 Meter langen "Schiff" als Dach, auf der anderen Seite des Hafens. Dieses Hotel beherbergt den wohl berühmtesten Infinity Pool der Welt, und genau dieser war mein Ziel. Normalerweise dürfen nur Hotelgäste dort oben hin, ich habe es aber trotzdem versucht. Mit dem Aufzug nach oben zu gelangen war auch gar nicht so einfach, nach einigen Versuchen hatte ich es aber geschafft. Ich war auf dem sogenannten Skydeck angelangt und konnte den tollen Blick über die Skyline und den anliegenden Park genießen. Der Pool wurde leider nochmal extra bewacht deshalb konnte ich dort nicht hinein. Und nur wegen dem Pool 400 Dollar für ein Zimmer zu bezahlen war mir dann doch zuviel.

Direkt hinter dem Hotel befindet sich ein neuer Park, in dem es sogenannte Supertrees gibt, künstliche Bäume, die nachts elektrisch beleuchtet sind. In diesem Park, Gardens by the Bay, verbrachte ich den Rest des Tages.

An meinen restlichen zwei Tagen sah ich mir den Merlion, das Symbol der Stadt an, sowie verschiedene Parks, Tempel, Shoppingmalls und die Stadtteile Chinatown und Little India. Ein Highlight war die Night Safari. Dort wird man nachts mit einem kleinen Zug durch den Dschungel gefahren, vorbei an Elefanten, Löwen, Tigern und Nilpferden. Sobald man den Zug verlassen hat, kann man die verschiedenen Wege auf eigene Faust erkunden. Bei immernoch extrem schwülen Wetter, nachts durch den Dschungel zu laufen, alle möglichen Tier Geräusche zu hören, war unheimlich und beeindruckend zugleich. Vor und nach der Night Safari, konnte man sich noch ein paar tolle Shows ansehen, unter anderem einen Feuerspucker und eine Tiershow mit Wölfen, Schlangen und Seeottern, die wussten wie man Dosen und Plastikflaschen recycelt.

Da Singapur ja auch vor allem für seine harten Strafen berüchtigt ist, habe ich mich mal nach ein paar Warnschildern umgesehen. Affen füttern im Park: 5000 $ Strafe, Über Nacht auf einem Parkplatz im Park stehen: 2000$ Strafe, Nicht hinter seinem Hund sauber machen: 1000$ Strafe, Drogenschmuggel: Todestrafe. In meiner letzten Nacht standen wir alle in der Nacht auf, um den historischen 5:1 Sieg von Holland über Spanien zu sehen und zu feiern.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es mit dem Bus nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Die Stadt ist vor allem für ihre Petronas Towers berühmt, und ehrlich gesagt habe ich außer diesen beiden Türmen nichts besonderes gesehen. Bei der Ankunft wurde ich gleich von einem Typen bedrängt und beinahe beklaut, auch sonst waren die Menschen sehr unfreundlich, es waren extrem viele Obdachlose auf der Straße, und sobald man seine Kamera oder den Geldbeutel in der Hand hatte, waren sehr aufmerksame Blicke auf einen gerichtet. Morgen gehts zum Glück gleich früh mit dem Flieger nach Thailand.

08Juni
2014

Gestern Tokio, heute Sydney, morgen Auckland.

Die letzten zwei Tage in Tokio verbrachten Anna und ich im Hafen von Tokio, der sehr große Ähnlichkeiten mit einem Vergnügungspark hat. Neben riesigen Einkaufszentren, einem künstlich angelegtem Strand und dem Legoland, gibt es eine nachgebaute Freiheitsstatue, die genau wie ihr Original in New York aussieht. Am letzten Tag genossen wir noch das Essen und die Atmosphäre Japans, welche einfach einzigartig ist. Der Abschied am Flughafen kam früher als wir es uns wünschten, aber leider trennten sich dort die Wege von Anna und mir, sie flog nach Hawai, ich nach Sydney.

In Sydney durfte ich wieder bei Annas Freunden unterkommen, und konnte zwei sehr schöne Tage in einer meiner Lieblingsstädte verbringen. Dort ist gerade das "Vivid" Festival zu gast, welches einige berühmte Plätze im Stadtzentrum mit Laserstrahlen anstrahlt, und tolle Lichtshows bietet. So verbrachte ich meinen letzten Abend in Australien im Hafen von Sydney, um die Lichtshow direkt am Opernhaus und der Harbour Bridge zu bewundern. Mit einer Fähre ging es dann noch nach Darling Harbour, wo es eine weitere sehenswerte Licht- und Wassershow gab. Wehmütig verließ ich Sydney am Abend, in dem Wissen dass ich es für eine lange Zeit nicht wieder sehen würde.

Am nächsten morgen ging es also nach Auckland, Neuseelands größter Stadt, welche mich alles andere als verzaubert hat. Ich hatte mir für die paar Tage Neuseeland ein Auto gemietet, welches ich am Flughafen abgeholt habe. In diesem Auto verbrachte ich eine schreckliche erste Nacht in Auckland, bevor ich das richtige Neuseeland zu sehen bekam. Der nächste Programmpunkt hieß eigentlich Skydive, Fallschirmspringen aus einem Flugzeug, das wurde jedoch wegen dem schlechten Wetter abgesagt. Missmutig über meine ersten Tage, versuchte ich auf meinem Trip doch noch etwas schönes zu erleben, und machte mich zu Filmset von Herr der Ringe auf, dem kleinen Hobbit Dorf Hobbingen. Dieses Filmset übertraf meine Erwartungen und es war surreal an diesem Ort zu stehen, den man so oft in den Filmen gesehen hat. In der zweistündigen Tour sah ich jeden Winkel des Orts, ging in eine Hobbithöhle und trank ein Bier im "Grünen Drachen" , dem Hobbitpub.

Heute war ich auf dem Weg nach Norden um mir einen berühmten Strand anzusehen. Doch das eigentliche Highlight erwartete mich davor. Als ich eine Abzweigung auf dem Highway verpasste, musste ich auf einer kurvigen, engen Straße am Meer entlang fahren. Dann begann es zu schütten und die Sicht wurde sehr schlecht. Als ich nun langsamer fahren musste, entdeckte ich eine Gruppe von Delfinen die im Wasser neben mir auf und ab sprangen. Für 20 Minuten begleiteten mich die Delfine auf meinem Weg, sprangen freudig in die Luft und tauchten wieder ab. Als ich anhielt um Fotos zu machen, hörte der Regen auf und die Sonne kam heraus. Über dem Meer und den Delfinen bildete sich ein Regenbogen, was ein wunderschönes Bild ergab. Nach diesem tollen Erlebnis fuhr ich zu dem besagten Strand und dann ins Hostel, in welchem ich den ganzen morgigen Tag bleiben werde, und warte bis der Regen aufhört.

Am Dienstag geht es dann für mich nach Singapur, von dort melde ich mich wieder, bis bald.