Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

Berichte von 05/2014

29Mai
2014

Hiroshima & Kyushu

6.8.1945 . Dieses Datum begegnete Anna und mir an unserem zweiten Tag in Hiroshima sehr oft. Von dem Tag des ersten Atombomben Abwurfs der Menschheitsgeschichte, gab es sehr viele Denkmäler, Erinnerungstafeln und den sogenannten Friedenspark mit angrenzendem Friedensmuseum. In diesem Museum wurde die Geschichte bis ins kleinste Detail geschildert, damit so etwas hoffentlich nie wieder passiert.

Nach diesem eher bedrückenden Tag im Museum, ging es für uns weiter auf die drittgrößte Insel Japans, Kyushu. Da wir abends ankamen, wollten wir gleich in unserem Hostel einchecken und schlafen. Dank eines sehr verplanten Hotelbesitzers funktionierte dies nur bedingt. Er versuchte uns irgendetwas von einer Überbuchung zu erzählen, dafür reichten aber seine Englischkenntnisse nicht aus. Im Endeffekt verbrachten wir die Nacht auf einer durchgelegen Matratze auf dem Boden in einem Durchgangszimmer. Immerhin zahlten wir dafür nur 2,50€.

In der folgenden Woche fuhren wir in das Onsen - Mekka Japans, zu einem der aktivsten Vulkane der Welt, und einem ebenfalls aktiven Vulkankrater. Onsen sind heiße Quellen, in denen man sich einfach nur stundenlang entspannen und abschalten kann.

Zum Sakurajama, dem Vulkan an der Südspitze Japans, wurden wir von einem sehr netten japanischen Ehepaar gebracht. Ich fragte die beiden nach dem Weg, da sie kein richtiges Englisch sprechen konnten, holten sie einfach ihr Auto und fuhren uns zu dem Platz, zu dem wir wollten. Ein weiteres Zeichen der großen Gastfreundlichkeit der Japaner.

Der nächste Vulkan lag in der Mitte der Insel Kyushu. Dort konnte man den rauchenden Krater bestaunen und sich dank dem Umfeld die zerstörerische Kraft der Lava vorstellen. In dem kleinen Ort der am Fuß des Vulkans lag, wohnten wir im schönsten Hostel, in dem ich je war. Deshalb entschieden wir uns noch eine Nacht zu bleiben, bevor es wieder zurück nach Tokio und in die normalen Hostels geht.

Im Moment sitzen wir gerade im Shinkansen von Fukuoka nach Tokio. Eine Strecke, für die man mit dem Bus fast einen ganzen Tag braucht, der "Super Express Train" schafft das in 5 Stunden.

Von Tokio wird mich mein Weg erstmal zurück nach Sydney führen, dann beginnt das nächste Abenteuer. Erst nach Neuseeland, dann weiter über Singapur und Malaysia nach Thailand, letzter Zwischenstopp in Dubai, und dann bin ich wieder zuhause. Der Weg von Anna und mir endet leider auch in Tokio, sie fliegt über Hawai und die USA nach Hause.

21Mai
2014

Tempel, Tempel, und noch mehr Tempel

In der Woche in Kyoto standen Buddhistische Tempel und Geisha Distrikte ganz oben auf unserer Liste. Nachdem wir am ersten Tag wegen Müdigkeit und Regen eher wenig gemacht haben, mieteten wir uns am zweiten Tag wieder ein Rad, und fuhren durch die Stadt. Da es in Kyoto über 1000 Tempel gibt - 17 davon sind Weltkulturerbe - versuchten wir uns erstmal zu orientieren, und eine Auswahl der besten Tempel zu machen. Also fuhren wir mit unseren Rädern von Tempel zu Tempel, schauten uns die verschiedenen Leute an, wurden immer mal wieder von Schulkindern, die ihr Englisch verbessern wollten interviewt, und genossen die Sonne an einem Fluss Ufer.

Am Sonntag, meinem Geburtstag, wurde ich von Anna mit einem Frühstück und einem Bahntrip überrascht. Sie hatte einen Zug gebucht, der durch das Hinterland von Kyoto entlang eines Flusses fährt, und bei dem man die unberührte Landschaft Japans geniessen kann. Nach dieser Fahrt ging es noch in einen bekannten Bambuswald, der eine ganz eigene Atmosphäre hatte. Diese in Bilder zu fangen war leider unmöglich. Den Abend ließen wir in einer Bar, in einem der Geisha Distrikte ausklingen.

Am nächsten Tag ging das Tempelhopping weiter. Den Beginn machte der goldene Tempel, einer der berühmtesten und leider auch beliebtesten. Zusammen mit hunderten, wenn nicht Tausenden anderen Mitstreitern, in der Schlacht wer die meisten Tempel in Kyoto gesehen hat, wurden wir wie die Schäfchen einmal um den Tempel rumgeführt, durften Fotos machen und dann wieder gehen. Nach mehreren eher durchschnittlichen Tempeln kamen wir zu einem besonderen Schrein, der hoch über der Stadt in den Bergen liegt. Der Weg hinauf wird von abertausenden orange-roten Toren bewacht. Da wir leider nicht genug Zeit hatten, konnten wir die 4 Km bis zum Ende des Weges nicht hinauf wandern, und den sicherlich lohnenswerten Blick über die Stadt genießen. Aber allein durch all diese Tore zu gehen, war magisch.

Nach all diesen Tempeln ging es für Anna und mich weiter nach Osaka, nach Tokio die nächste Mega-City in Japan. Dort gibt es außer zahllosen Wolkenkratzern und sehr vielen freundlichen Menschen eine prachtvolle Burg, die über der Stadt thront. Deshalb verbrachten wir den ersten Teil des Tages an diesem wunderschönen Ort, und begaben uns dann am Nachmittag in die pulsierende Innenstadt Osakas. Dass Osaka für sein gutes Essen bekannt ist, erfuhren wir in einem kleinen, aber sehr guten Restaurant am eigenen Leib.

Von Osaka ging es mit dem Zug nach Nara, der ersten Hauptstadt Japans, die - wie Kyoto - für ihre vielen Tempel berühmt ist. Nach dem ersten Eindruck bemerkten wir aber, dass die wahre Attraktion in Nara nicht die Tempel, sondern die Rehe sind, welche die Parks und die Straßen bevölkern. Überall füttern die Touristen und Schulkinder die Rehe, welche die Kekse, die man am Eingang der Parks erwerben kann, den Menschen aus der Hand fressen. Wir hatten trotz der süßen Rehe auch noch Augen für die Tempel. In einem der Gebäude verbirgt sich eins der größten Reichtümer Japans. Im Tempel Todai - Ji befindet sich der weltgrößte, bronzene Buddha, 500 Tonnen schwer und 15 Meter hoch. Diese beeindruckende Statue lockte ebenfalls Unmengen an Besuchern an, deshalb machten wir uns nach einiger Zeit wieder auf den Rückweg nach Osaka.

Dort wartete nämlich ein besonderer Zug auf uns. Wir hatten den Shinkansen, den schnellsten Zug Japans, nach Hiroshima gebucht. Mit 300 km/h rasen diese sogenannten Shinkansen durchs Land. Von Tokio nach Osaka in 3 Stunden, von Osaka nach Hiroshima in weniger als 1einhalb Stunden, besser und bequemer kann man nicht reisen. Und: Jeder dieser Züge fährt auf die Sekunde genau ab. Japanische Präzision und Effizienz vollendet. Der normale Zug von Osaka nach Hiroshima würde übrigens sechs Stunden brauchen.

Shinkansen

Völlig entspannt sind wir heute Abend in Hiroshima angekommen, einer Stadt mit großer Geschichte. Erstmal haben wir uns aber noch nicht mit dem Atombomen Denkmal und den Museen befasst, das steht morgen auf dem Programm. Wir waren gerade in einem kleinen Restaurant direkt neben unserem schönen Hostel essen, und haben die Spezialität Hiroshimas probiert. Ohne zu wissen was wir da essen, wie viel es kostet, oder auch nur irgendeiner Verständigung mit der Köchin und der Bedienung, sprangen wir ins kalte Wasser und probierten den Mix aus Pfannkuchen, Nudeln, Salat, Eiern und noch einigen Zutaten, die wir nicht erraten konnten. Klingt vielleicht eklig, war aber sehr, sehr lecker. Die Menschen hier sind sehr freundlich, und irgendwie auch lustig. Man würde gar nicht auf die Idee kommen, dass diese Familien vor langer Zeit mit solch einer Katastrophe konfrontiert wurden, und alles verloren.

Mehr über Hiroshima das nächste mal, bis bald...

15Mai
2014

Vom größten Fischmarkt der Welt zum Nationalsymbol Japans

Um den größten Fischmarkt der Welt zu sehen, versuchten Anna und ich früh auf zustehen und der berühmten Thunfisch Auktion beizuwohnen. Da diese bereits um 5 Uhr morgens anfängt, und wir mit der Bahn mindestens eine halbe Stunde gebraucht hätten, fiel die Thunfischauktion ins Wasser. Später am morgen erreichten wir den großen Fischmarkt. Dort war der ganze Trubel schon vorbei und es wurde bereits geputzt und verpackt. Ich war gar nicht so traurig darüber, blitzblanke Arbeitsflächen und Schneidebretter vorzufinden, anstatt den Geruch von Fisch und Blut in der Nase zu haben.

Nach einer ausgiebigen Wanderung durch das Marktlabyrinth fanden wir doch noch ein paar arbeitende Japaner. Dort wurde ein meterlanger Thunfisch zerlegt, der von der größe auch ein Delfin sein könnte. Dieser riesige Fisch wurde von drei kräftigen Männern "bearbeitet", um ihn packfertig an die Einzelhändler zu schicken. Eine halbe Stunde sahen wir den Männern bei der sichtbar schweren Arbeit zu, bis wir weiterzogen. Obwohl es schon sehr leer in der Halle war, kam man sich als Tourist immernoch fehl am Platz vor, und man hatte ständig das Gefühl im Weg zu stehen. Nicht vorzustellen wie der Betrieb wohl um 6 Uhr morgens aussieht.

Vom Fischmarkt ging es direkt zu einem der best gelungensten Duplikate, das die Japaner angefertigt haben. Der Tokioter "Eifelturm" kommt dem Orginal bis auf die Farbe schon sehr nahe. Nur die Tatsache das man von Buddhistischen Tempeln umgeben ist, macht einem klar, dass man in Tokio und nicht an den Ufern der Seine steht.

Von dort fuhren wir zum Trendviertel Harajuku, in dem es von der aufgemotzten S-Klasse bis zu hochmodernen Modehäusern aus Mailand und Paris alles gibt. Mit einem Crepe in der Hand kann man sich die vorbeirauschenden Menschenmassen sehr genau anschauen und das Flair genießen.

Der nächste Tag war dem Nationalsymbol Japans gewidmet. Vom wolkenverhangenen und regnerischen Tokio machten wir uns auf dem Weg zum Mt Fuji. Nach einer angenehmen Busfahrt war man in einer anderen Welt angekommen. In dem sonnigen, kleinen Örtchen am Fuße des Mt Fuji konnte man nach einer vollgepackten Woche in der Mega-Metropole, entspannen. Um diesen traumhaften Frühlingstag auszunutzen, mieteten Anna und Ich uns ein Fahrrad, und radelten um einen malerisch gelegenen See mit Blick auf den Mt Fuji. Entlang der 20 Km, die wir rund um den See fuhren, sahen wir verschiedenste Blumen blühen und auch noch vereinzelte Kirschblüten. Wie das Land zur vollen Blütezeit aussieht kann man sich kaum vorstellen. Allein diese wenigen blühenden Kirschbäume versetzen alles andere in ein prachtvolleres und magisches Licht. Rund um den See genossen wir stundenlang die Sonnenstrahlen und die verschiedenen Ausblicke auf den schnee überzogenen Berg. Nach all den Wochen, die wir im Auto verbracht haben, tat etwas Sport auch mal wieder sehr gut. Nachdem wir unsere Räder zurückbringen mussten, genehmigten wir uns noch ein wohlverdientes Eis im Abendrot, bevor es ins Bett ging.

 

Am nächsten Tag nahmen wir einen Bus hinauf zu einer der Bergstationen, von der man normalerweise den Aufstieg zum Gipfel beginnt. Da die Saison für die Besteigung des Berges erst im Juli anfängt, mussten wir uns mit dem Blick auf das Tal und die umliegende Landschaft begnügen. Da die Bergstation bereits auf 2400 Meter Höhe liegt, sahen wir nach fast 7 Monaten mal wieder Schnee. Nach einer traditionellen Nudelsuppe in einem kleinen Restaurant traten wir den Rückweg nach Tokio an.

Von Tokio aus wollten wir in die von jedem bis in den Himmel gelobte Stadt Kyoto fahren. Dank dem bereits erwähnten Zugsytem wäre es eigentlich auch kein Problem in Tokio zu unserer Bushaltestelle zu fahren, wäre da nicht noch das Zugterminal selbst. Im größten Bahnhof der Welt, Shinjuku Station, waren wir wiedermal verloren. Mit freundlicher Mithilfe einiger Japaner fanden wir nach gefühlten Stunden dann doch noch unser Terminal. Dort sitzen wir gerade und warten auf unseren Bus in die Kulturelle Hauptstadt Kyoto!

11Mai
2014

Angekommen in Japan!

Nachdem Anna und ich den Flug von Sydney über Singapur nach Tokio gut überstanden haben, waren wir erstmal überwältigt. Nachdem wir endlich jemand gefunden hatten, der der englischen Sprache mächtig war, fuhren wir mit einem hochgeschwindigkeitszug ins Stadtzentrum. Dort wurden wir dann erstmal mit riesigen und lauten Leuchtreklamen begrüßt. Auf der Suche zu unserem Hotel verliefen wir uns natürlich, da es dort weder Straßennamen noch richtige Hausnummern gibt. Mit freundlicher Mithilfe von einigen Shopbesitzern fanden wir dann noch unseren Weg.

Das Hotel war sehr speziell. Als erstes muss man seine Schuhe ausziehen und in einen Spind sperren. Dann sind die Schlafräume von Männern und Frauen getrennt. Und dann kommen erst die Betten. Da dies ein sogenanntes Capsule Hotel ist, besteht der Schlafraum aus einer Reihe von "Kapseln". Dort liegt eine Matratze und ein kleiner Fernseher. Abgeschlossen wird nur mit einem kleinen Vorhang.

Auch der Badezyklus ist hier sehr gewöhnungsbedürftig. In einem großen Raum setzt man sich auf einen Hocker, um sich mit einem Duschhahn zu duschen. Umgeben von 20 anderen nackten Japanern. Das nächste Kuriosum kommt dann zwischen 10 und 4 Uhr. Während dieser Zeit muss Ausgecheckt werden.

Anfangs erscheint einem Tokio etwas komisch. Kein Mensch kann englisch, es wird überall von irgendwelchen Japanern rumgerotzt und auf den Boden gespuckt, dann wird es aber als unhöflich angesehen zu niesen oder zu schnäuzen. Komische Barbesitzer zwingen einen zum Essen auch noch ein Getränk zu kaufen. Beim Sushi wird Wasabi bereits vorher eingefügt, sodass man die Schärfe erst spürt wenn es schon zu spät ist. In einem Park werden offenbar die zukünftigen Soapstars trainiert, eine andere Erklärung würde mir nicht einfallen: Eine Handvoll junger Japaner stand in diesem Park vor einem Brunnen und haben über eine Stunde einfach nur wie gestört gelacht. Ab und zu mal wieder geweint, aber hauptsächlich war nur das falsche Lachen zu hören.

Unser Sightseeing Programm starteten wir im Stadtteil Shinjuku. Dort fuhren wir zu der Aussichtsplattform des Rathauses von Tokio. Von dort genossen wir den tollen Blick und versuchten uns in der 35 Millionen Stadt zurecht zu finden. Dann machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Hotel, um in unsere Schlafkapseln zurück zu kriechen.

Das war der erste Tag in Tokio, den wir sehr übermüdet und erschöpft noch nicht richtig genießen konnten. Anfangs machte ich mir schon Sorgen wie ich es in diesem blöden Hotel und generell in Japan aushalten würde, doch bereits am zweiten Tag zeigte mir Tokio ein komplett anderes Gesicht.

Wenn man mal von der Empfangsdame unseres Hotels absieht, sind die meisten Japaner sehr freundlich und hilfsbereit. Trotz geringer Englischkenntnisse versuchen sie einem zu helfen und die Botschaften, die wir mit Händen und Füßen vermitteln wollen, zu verstehen. Die anfängliche Orientierungslosigkeit legt sich auch sehr schnell, sobald man das extrem effiziente und einfache Zugsystem entdeckt hat. Anna und Ich buchten uns für den nächsten Tag noch ein anderes Hotel - in dem es wieder normale Betten und Duschen gibt - und fuhren dann mit dem Zug Richtung City los.

Dank dem guten Zugsystem konnten wir uns mehrere Stadtteile Tokios in kurzer Zeit ansehen. In einem langen Tag sahen wir viele verschiedene Facetten der Japanischen Hauptstadt. Die 12 Stunden Sightseeing starteten wir in Shinjuku, einem Stadtteil mit riesigen Wolkenkratzern und ganz viel Japan Kitsch. Riesige Spielhallen sind hier Tür an Tür mit großen Manga-geschäften und Kuscheltierläden.

 Shinjuku

Danach gings ins edlere Viertel Ginza, in dem der Kaiserpalast und der größte Fischmarkt der Welt liegt. Diese beiden Dinge stehen noch auf unserem Restprogramm. Im nächsten Stadtteil, Ueno, betraten wir einen wunderschönen Park mit Seen und Tempeln. Direkt daneben war eine große Marktstraße in der man alles erwerben konnte was man will.

In Asakusa sahen wir uns einen weiteren tollen Tempel an, der wie scheinbar alles in Tokio extrem gut erhalten ist.

Bevor wir uns wieder zurück in unser Hotel begaben, besuchten wir ein großes Spektakel, das hier jeden Abend stattfindet. Im Stadtteil Shibuya befindet sich nämlich die am meist benutzte Kreuzung der Welt. Mit einer Ampelschaltung wechseln hier bis zu 1000 Menschen die Straßenseiten. Bei nacht sieht dies besonders toll aus. Um die Japanische Bevölkerung zu beobachten gibts es ebenfalls keinen besseren Platz. Ist ein sehr interessantes und diszipliniertes Völkchen.

Auf unserer letzten Zugfahrt zum Rathaus standen die Japaner alle brav eingereiht am Bahngleis. Unvorstellbar in Deutschland.

Von der Aussichtsplattform des Rathauses genossen wir noch die Sicht über das Lichtermeer Tokios unter uns, bevor wir uns nach dem langen Tag in unserem Hotel schlafen legten. Wahnsinn wie schnell sich die Meinung über eine Stadt ändern kann.

Nach diesem Power - Tag änderten wir erstmal unseren Wohnort. Nachdem wir uns auf dem langen Weg von der Bahnstation bis zum Hotel wieder ein paar mal verlaufen hatten, waren wir froh über eine Rast, als wir unser Ziel erreicht hatten. Den Rest des Tages verbrachten wir dann im Yoyogi Park, der zwischen all den Wolkenkratzern dem Central Park ähnelt. Den Abend verbrachten wir wieder mit Leute beobachten an der Shibuya Crossing.

Den heutigen Tag haben wir mit Gedanken an unsere in Deutschland zurück gelassenen Mütter verbracht. Zum Glück fanden wir aber dennoch Zeit uns den Kaisergarten und den Hauptbahnhof mit seinem schönen Geschäftsviertel anzusehen.

Morgen wird früh aufgestanden um den Fischmarkt zu besuchen. Dort werden riesige Thunfische und Octopusse an die Großhändler versteigert.

Soweit meine erste Woche in Japan, euch noch einen schönen Muttertag!

07Mai
2014

Abschied aus Sydney - Spontan nach Japan!

Diese Woche in Sydney war überragend. Ich durfte bei Annas Gastfamilie wohnen, wir unternahmen zusammen Ausflüge, ich bekam exzellentes Essen, und hatte sogar einen Fernseher auf dem deutscher Fussball übertragen wurde.

Wenn ich nicht gerade den Luxus einer Villa mit Anna genoss, war ich in der Stadt und sah mir Sydney nochmal genauer an. Da Anna hier für mehr als 6 Monate gelebt hat, konnte sie mir alles mögliche zeigen. Auch das Wetter war perfekt, um die Stadt zu erkunden. Im herbstlichen Sydney waren es die letzten Tage immer sonnige 20-25 Grad, was nicht zu heiß und nicht zu kalt war.

An jedem Samstag gibt es ein Feuerwerk im Hafen von Sydney, das wir uns natürlich nicht entgehen ließen. An den nächsten Tagen bewunderten wir den Hafen und das Opernhaus, die berühmte Harbour Bridge und all die verschiedenen Kulturen. Zusammen mit der Gastfamilie unternahmen wir einen Tagesausflug zum Palm Beach, welchen man von einem Leuchtturm wunderschön überblicken kann.

Nach all diesen schönen Eindrücken und dem näherrückenden Abschied, entschied ich mich dazu, mit Anna nach Japan zu fliegen. Also werde ich die nächsten 4 Wochen in Japan verbringen.