Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

Berichte von 04/2014

23April
2014

Adelaide, Canberra & Sydney!!! Back in THE City

Auf unserem Weg nach Adelaide legten wir nur einen kurzen Stop in der Minenstadt Coober Peedy ein, welche fast komplett unterirdisch gebaut ist. In diesem Ort gibt es die größte Opal Mine der Welt, und dementsprechend viele Juweliere und Museen. Da wir beide nicht die größten Opal Fans sind, war es nur ein kurzer Besuch.

Weitere 800Km weiter kamen wir in Adelaide an, einer attraktiven Millionenstadt an der Südküste. Dort schlugen wir unser Lager an einem vom Meer gespeisten See auf. Leider konnten wir diese wunderschöne Wohngegend nicht so genießen wie sonst, da das Klima nicht mehr tropisch wie in Darwin war, sondern einfach nur eiskalt. Die Temperaturen gingen nachts bis in die niedrigeren, einstelligen Temperaturen runter. Ein winziger Kontrast zu 30 Grad Tag und nachts.

Über Ostern ließen wir es uns mit einem reichen Frühstück und einem Lindt Hasen gut gehen, bevor wir einen paar kulturellere Tage starteten. In Adelaide besuchten wir ein Kunst- und ein Geschichtsmuseeum, den Botanischen Garten und die Universität.

Unser nächstes Ziel lautete Sydney! Anna würde von dort nach Japan fliegen und ich wollte mich wieder auf Jobsuche begeben. Anna hat in Sydney auch noch Freunde, die sie besuchen wollte, weshalb wir uns so schnell wie möglich wieder auf den Weg in die Stadt mit dem berühmtesten Opernhaus der Welt machten.

Auf der Strecke legten wir jeweils einen Stop in der Weinregion Barossa Valley, im Riverland und in der Hauptstadt Canberra ein. Im Riverland sahen wir eine komische, verbrannte Baumlandschaft, die von dem "Murray River" überflutete wurden.

In Canberra nahmen wir an einer Führung durch die Regierungsgebäude teil, und informierten uns über die Entstehung Australien. Dort sahen wir nach 6 Monaten Sommer auch schon die ersten Anzeichen vom nahenden Herbst.

Das immer näher kommende Sydney bedeutete gleichzeitig auch das Ende des Roadtrips von Anna und mir. Nach 15.000 km die wir zusammen durch Australien gefahren sind, erreichten wir wieder unseren Ankunfts- und Abflugsort Sydney. Auch das übernachten im Auto, das Campen und die Sightseeing Touren durch die verschiedensten Städte waren vorbei. Ich wäre normalerweise nun im Hostel und würde die Nacht mit 9 anderen, fremden Leuten verbringen. Doch dank Anna und der Gastfreundschaft ihrer Freunde, darf ich die eineinhalb Woche bis sie fliegt, in deren wunderschönem Zuhause im Norden Sydneys, verbringen.

16April
2014

The Red Centre

Weitere 500 km weiter kamen wir endlich bei einem der Wahrzeichen Australiens an: Uluru (Ayers Rock) ! Dieser mächtige Fels erhebt sich mehrere hundert Meter aus der roten Erde und stellt einen starken Kontrast zum nichts außenrum dar.

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen, um das Schauspiel zu beobachten. Mit der untergehenden Sonne wechselt der Uluru seine Farbe von leuchtend Rot über blau, zu einem braunrot.

Am Abend lernten wir noch ein paar interressante Leute kennen. Auf dem Parkplatz sahen wir ein paar Backpacker mit einem platten Reifen und kamen beim Helfen ins Gespräch. Einer von ihnen war ein Ire, der sehr lustig war, und dessen Plan darin bestand, dass er einen Marathon auf jedem Kontinent läuft. Die anderen beiden waren zwei Deutsche. Beide wirkten zuerst sehr unscheinbar, bei dem Jungen lag meine Annahme auch richtig, das Mädchen jedoch hatte eine atemberaubende Story zu erzählen.

Sie hatte bereits mit 16 ihr Abitur bestanden, und etliche Stipendien bekommen, entschloss sich aber nach Ghana zu gehen und dort ein Praktikum zu machen. Dort blieb sie dann nicht 2 Monate, wie zuerst geplant, sondern 9 Monate! Sie hat dort ihre eigene Organisation aufgebaut, Ärzte angestellt, eine Schule eröffnet und auch noch sonstige beachtenswerte Dinge auf die Beine gestellt. All dies hat sie mit Spenden aufgebaut, mit denen sie komplett ohne Profit alles finanziert. Sie selbst lebt dort mit ihren 18 Jahren in einem Slum mit den anderen Menschen, ohne Elekrizität und fließendes Wasser. Falls jemand von euch etwas spenden möchten, oder sich nur näher informieren will, dass ist ihre Internetseite: www.betterplace.org/de/projects/15717

 

Am nächsten Morgen sahen wir uns Sonnenaufgang am Uluru an. Danach umrundeten wir den "großen roten Stein" und machten uns auf den Weg zu den "Olgas". Jene sind eine Formation aus mehreren Felsen die noch höher als der Ayers Rock sind, und eigentlich auch interressanter aussehen.

Der nächste Tag wurde wiedermal mit fahren verbracht. Das Ziel lautete Kings Canyon, ein weiterer Nationalpark, der tiefe Gesteinsschluchten und Aussichtspunkte zu bieten hatte. Nach einer stundenlangen Wanderung gings zurück ins Auto, wieder auf den Stuart Highway, und nun Richtung Adelaide. Weitere 1500 Km durch die Wüste, bis man wieder in der Zivilisation ankommt.

14April
2014

Auf dem Stuart Highway 3000 Km durch Australien

Zurück in Australien werden wir erstmal von Regen begrüßt. Das warf unsere Pläne für die Nationalparks etwas durcheinander. Deshalb entschlossen wir uns kurzerhand ins Rote Zentrum, nach Alice Springs und zum Ayers Rock, dem 330 Meter hohen heiligem Symbol der Aboriginies in der Wüste zu fahren.

Im Moment sind wir grade auf dem Weg dorthin, vom roten Zentrum ist allerdings nicht viel zu sehen. Überall sind grüne Büsche am Straßenrand, immermal wieder Kühe, die die Straße kreuzen und generell eine üppige Vegetation. Außer Roadtrains, winzigen Ortschaften und einsamen Tankstellen, gibt es auf den 1500 Km von Darwin nach Alice Springs, die wir die letzten zwei Tage zurückgelegt haben, nicht viel.

In Alice Springs selbst gibt es ein paar Aboriginie Kunstgallerien und kulturelle Zentren, in denen man sich über ihre Geschichte informieren, und (meiner Meinung nach) viel zu überteuerte Bilder erwerben kann.

Heute gehts zu diesem besagten Fels, dem Ayers Rock/ Uluru, dem Stein, der die Touristen Massen aus der ganzen Welt anzieht und für den die meisten Leute über 3000 Km in die Wüste fahren.

09April
2014

Bali

Kilometer lange Schlangen am Schalter unserer Airline im Abflugterminal von Darwin. Kleine Kinder jammern wegen der langen Wartezeit. Die Klimaanlage viel zu stark zum tropischen Klima draußen eingestellt. So begann unsere Reise nach Bali.

Da wir nur Handgepäck dabei hatten, und somit nur unsere Tickets am Schalter hätten holen müssen, dachten wir uns einfach dass wir Online einchecken. Also waren wir innerhalb einiger Minuten eingecheckt, und konnten durch die Sicherheitskontrolle gehen. Dahinter gingen wir noch etwas Essen, weil man in den Billigfliegern das Essen immer extra bezahlen muss. Als ich mir nach einer halben Stunde mein Online Ticket nochmal genauer anschaute, fiel mir das Kleingedruckte auf: "Verifizieren sie ihre Unterlagen am Schalter". Der Schalter war natürlich schon geschlossen, deshalb versuchten wir so schnell wie möglich zu unserem Gate zu laufen. Doch zuerst kamen wir in die nächste Sicherheitskontrolle. Wir hatten uns nämlich nur im Bereich der Inlandsflüge aufgehalten, nich im Internationalen. Deshalb mussten wir noch die Ausreisepapiere für Australien ausfüllen und uns in die nächste Schlange einreihen. Panisch versuchten wir beides gleichzeitig zu machen, da uns die Zeit davon lief. Als wir endlich am Schalter für die Ausreise ankamen und unsere Handys mit den Online Tickets herzeigten, wurde uns mitgeteilt dass die Tickets nicht gültig sind und wir nur mit einem ausgedruckten Ticket ins Flugzeug kommen würden. Wir diskutierten minutenlang mit diesem Typen und flehten ihn an, dass er uns noch ins Flugzeug lässt, da ja eigentlich alle Informationen auf unserem Display standen. Minuten die sich anfühlten wie Stunden verstrichen, während er mit seinen Kollegen redete, in sein kleines Walkie Talkie sprach und seine Blicke zwischen uns und den Handys schweifen ließ. Dann kam er mit finsterer Miene auf uns zu. "You are very, very lucky today." Normalerweise würden sie so etwas nicht durchgehen lassen aber heute hätten wir eben sehr, sehr viel Glück. Ein Mitarbeiter war noch zum Schalter gelaufen und hatte unsere Tickets ausgedruckt. Heilfroh über diesen sportlichen und engagierten Mitarbeiter, der für uns sowieso das Abzeichen "Mitarbeiter des Jahres" verdient hat, konnten wir uns nun endlich am richtigen Schalter entspannen. Dachten wir zumindest.

Hinter uns wurde ein italienischer Backpacker beschuldigt, einer Frau die Handtasche gestohlen, und daraus ihr ganzes Geld genommen zu haben. Deshalb gab es eine größere Auseinandersetzung mit der Polizei, welche nicht besonders zum entspannen anregte. Dann begegneten wir noch einem deutschen Pärchen, das wir auf der Strecke von Perth nach Broome schon einige Male getroffen haben. Es war nur eine von den vielen Begegnungen die einem klar machen, wie klein die Welt doch ist. Im Flugzeug erwarteten uns dann die extrem luxoriösen Sitze mit der Beinfreiheit wie in einer Limousine, wie man sie ja von Billigfliegern gewohnt ist. Der Flug war anfangs sehr unangenehm da wir durch eine extrem dicke Wolkenschicht fliegen mussten und die Turbulenzen dementsprechend stark waren. 2 Stunden später hatten wir es dann aber geschafft, wir waren endlich auf Bali angekommen!

Dort herrschten die selben tropischen Klimabedingungen wie in Darwin, deshalb fühlten wir uns gleich heimisch. Als wir die Immigration passierten war heimisch das Wort welches ich wohl nie sagen würde, nachdem ich das Chaos um mich sah. Überall Taxifahrer die dich zu überteuerten Preise fahren wollen, und dich teilweise verfolgen und minutenlang nerven. Am Ende teilten wir uns mit dem deutschen Pärchen ein Taxi zum Hotel, welches sie vorher ausgewählt hatten. Nun begann die schlimmste Fahrt meines Lebens: Auf zwei Spuren fuhren konstant drei Autos und mehrere Roller, Spurwechsel ohne blinken oder zu schauen ob jemand kommt, ständiges Hupen, anfahren wie bei einem Straßenrennen, quietschende Reifen beim Abbremsen um nicht einen der tausend Rollerfahren zu überfahren. Anna war im Gegensatz zu mir ganz entspannt, weil sie schon über 2 Monate in Asien unterwegs war und sich schon an die verrückten Verkehrsverhältnisse gewöhnt hatte. Ich war auf jeden Fall froh dass wir sehr bald im Hotel ankamen.

Nach diesem Höllenritt erwartete uns nach 3 Monaten die wir bei absoluter Hitze im Zelt oder Auto verbracht haben, der pure Luxus. Ein eigenes, riesiges Bett, eine Badewanne, Klimaanlage und Minibar, ein großer schöner Pool und, und, und.

Hotel Nr 1

Nachdem wir mal wieder richtig ausschlafen konnten, begann unsere Rundreise um Bali. Wir verbrachten die Tage mit Besichtigungen von Tempeln, Reisterassen, Wasserfällen und Vulkanen rund um die Insel, schnorcheln an einem Korallenriff im Norden, Surfen im Süden, Entspannen bei etlichen Massagen und mit genießen der indonesischen Küche in den zahllosen Restaurants.

Hotel Nr 2 Hotel Nr 3 Hotel Nr 4

Nach dieser Woche ist es aber auch wieder schön zurück nach Australien zu kommen, nicht mehr von Taxifahrern, die geisteskrank um die Insel düsen, über den Tisch gezogen zu werden, und man wieder über Märkte schlendern kann ohne dass einem hunderte Sachen angedreht werden. Ab jetzt kostet aber ein Menü wieder 20 Dollar, keine 80 Cent wie auf Bali, für 30 Dollar bekommt man nur noch einen Campingplatz und kein Luxushotel oder Bungalow am Strand.

02April
2014

Urlaub vom Urlaub - Bali ruft!

Von Broome ging es über ein paar kleine eigentlich nicht wirklich nennenswerte Dörfer nach Darwin. Tagelanges Fahren stand hier auf dem Programm, hier und da mal eine Schlucht oder ein Wasserfall, welche aber nachdem wir im Karijini Nationalpark waren, nichtmehr spektakulär waren.

Crocs everywhere

Da all diese Orte relativ langweilig waren, wir seit Monaten nur auf Isomatten und im Zelt oder Auto schlafen, entschlossen Anna und Ich uns spontan eine Woche nach Bali zu fliegen. Die Flüge waren nicht besonders teuer und da der Lebensunterhalt auf Bali um einiges billiger ist, kann man es auch als Sparmaßnahme ansehen. Außerdem ist es ja auch mal nicht schlecht noch ein neues Land kennenzulernen.

Im Moment sitzen wir grade voller Vorfreude in der Bibliothek in Darwin und bereiten noch alles vor. Ich melde mich in einer Woche wieder, wenn ich zurück bin.