Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

Berichte von 03/2014

28März
2014

Kamelreiten am Strand & Krokodile in Broome

Zurück an der Küste, verbrachten wir die Nacht in Port Hedland, einer Hafenstadt im Norden. Dort waren alle Campingplätze schon geschlossen, deswegen musste wir gezwungenermaßen auf einem Spielplatz zelten, was nicht besonders angenehm war. Die heißen Temperaturen nachts und die hohe Luftfeuchtigkeit machten es auch nicht besser.

Weitere 600 Km weiter erreichten wir Broome, das Ziel von Krissi und Jenni, die von dort nach Sydney fliegen wollten. Nach 6000 km in den letzten drei Wochen hatten wir unser Ziel endlich erreicht. Dort erwartete uns eine Krokodilfarm, Kamelreiten am Strand und ein sehr guter Campingplatz mit 30 Meter langem Pool. Außer dem Pool hatte der Campingplatz noch ein paar Frösche und Echsen zu bieten. Als Krissi und Anna in das Touristen Büro gingen um ihre Kamel Tour am Strand zu buchen, sah ich mich in dem Perlen Geschäft nebenan um. Ich unterhielt mich mit dem Besitzer über seinen Laden und die Stadt, bis er mich fragte ob ich am nächsten Tag schon etwas vor hätte. Als ich antwortete dass ich noch keine Pläne hatte, fragte er mich ob ich Lust hätte für ein paar Stunden am Morgen seine Fenster und Schilder zu polieren. Da ich mit 25 Dollar die Stunde sehr gut bezahlt wurde nahm ich das Angebot dankend an, und hatte wohl gerade am leichtesten einen Job bekommen wie es nur geht.

Zum Sonnenuntergang gingen wir alle zum Strand, Anna und Krissi wegen ihrer Kameltour, Jenni und ich spazierten daneben her. Irgendwann wurde es uns zu blöd mit den Kamelen Schritt zu halten und wir legten uns in den Sand und beobachteten die untergehende Sonne.

Ich und Anna Einer der Frösche auf dem Campingplatz Krissi und Anna

Am nächsten Tag ging es mit ein paar Franzosen in einen Krokodilpark. In diesem Park konnten wir einer Fütterung beiwohnen und uns von der furchteinflößenden Kraft der Crocs überzeugen. Selbst der eineinhalb Meter hohe Zaun war manchmal nicht Schutz genug, deshalb sah ich mir diese Verköstigung von einiger Entfernung an. Wir durften auch kleine Baby Krokodile halten. Diese kleinen Exemplare waren 1-2 Jahre alt. Wenn diese Krokodile 6 Jahre alt werden, werden sie an Gucci verkauft, und nach Europa verschifft.

Baby Croc

Der nächste Tag war der Tag des Abschieds. Jenni und Krissi flogen beide nach Sydney und Anna und ich verabschiedeten uns von Broome. Am Ende dieses Roadtrips war man schon etwas wehmütig, aber die Fotos und Erinnerungen bleiben ja.

Anna und ich fahren jetzt bis Darwin, weitere 2500 km. Dort gibt es sehr schöne Nationalparks, welche aber eventuell noch geschlossen sind. Die Regenzeit im Norden ist nämlich immernoch present, daher hoffen wir dass manche Parks schon offen sind.

Surfing

22März
2014

Karijini - The Center of Earth

Die Nacht bevor wir in den Karijini Nationalpark gefahren sind, wurde in einer winzigen Minenstadt namens Tom Price bei 43 Grad im Schatten verbracht. Auf der Fahrt dorthin waren die riesigen, bis zu 50 m langen Roadtrains omnipresent, welche man nur mit äußerster Vorsicht überholen kann. Doch diese mega Lkws waren nicht das einzige Problem. Zwischendrin brannte es einfach mal zu beiden Seiten der Straße, ein paar Minuten später setzte Monsunartiger Regen ein. Trotz alledem kamen wir gut in Tom Price an, und rüsteten uns für den Nationalpark.

Dort gibt es wunderschöne Klippen, Schluchten und Wasserfälle, die perfekt für Fotos sind. Manchmal ging der Weg am Wasser vorbei, manchmal über dass Wasser, und dann auh mal durchs Wasser. Doch jeder einzelne von den Stundenlangen Wanderwegen hat sich gelohnt. In diesem Park verbrachten wir zwei tolle Tage, die zwar extrem heiß waren, aber trotzdem unvergesslich bleiben.

Nach diesen Tagen im Outback gings wieder zurück an die Küste. Wieder 600 Km durch die Australische Wüste fahren. Doch auch das Fahren ist immer wieder interessant. Nicht nur die wechselnde Landschaft, auch die Tiere sind sehenswert. Und dann muss man auch manchmal ein Haus überholen. Klingt komisch, ist aber in Australien Realität. Die Häuser werden in der Mitte durchgeschnitten, auf einen Roadtrain geladen, zu einem anderen Ort gefahren, und dort wieder zusammengebaut. Solche Sachen sieht man nur hier, im Outback Australiens.

19März
2014

Alternative Abendgestaltung in Exmouth

In Exmouth ging es mit der Erforschung der Unterwasserwelt weiter. In glasklarem, türkisem Wasser schnorchelten wir vorbei an farbenfrohen Korallen, riesigen Fischschwärmen und kleinen Rochen. Diese kleine Schnorcheltpur wurde dann allerdings sehr schnell von einem Hai beendet. Als wir diesen Hai sahen, fühlten wir uns nichtmehr ganz so wohl und schwammen so schnell wir konnten zurück zum Ufer. Heil wieder angekommen genossen wir einfach die Aussicht und den schönen Sonnenuntergang.

Den Abend verbrachten wir auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand. Gerade als wir unsere Sachen zum Kochen herausholen wollten, kam ein älterer Herr vorbei und erzählte uns dass ein Wagen am Strand feststeckt, wir könnten bestimmt gute Fotos machen. Als wir am Strand standen, sahen wir 3 junge Australier um das Auto stehen, welches bis zu beiden Achsen im Sand feststeckte. Der Eigentümer des Autos war betrunken am Strand entlang gefahren ohne seinen Reifendruck zu verringern und blieb somit ganz leicht stecken. Da er immernoch betrunken war, sagte er die ganze Zeit nur "ah ist egal, ich kauf mir einfach ein neues Auto". Da es sich allerdings um ein 50 Tausend Dollar Auto handelte, versuchten seine Freunde alles um es wieder raus zu buddeln. Nachdem wir ihm klar gemacht haben dass wir das Auto alle zusammen wieder rausbekommen, fing er auch mal an zu graben. Der ältere Herr holte dann sein Auto um das Auto des Australiers raus zu ziehen. Bis es allerdings soweit war, mussten wir noch 2 Stunden lang weiter buddeln. Vom Meer wurden wir auch noch unter Druck gesetzt. Die Flut kam, und das Wasser war nur noch wenige Meter weit weg. Sobald auch nur ein Reifen im Wasser ist, ist das Auto verloren. Also arbeiteten wir mit Hochdruck um das Auto wieder raus zu bekommen. Als letztendlich der ganze Sand unter dem Auto weg war, alle Reifen wieder im Freien standen, begannen wir das Auto von vorne zu schieben, während der Herr mit seinem Auto zog. Zuerst dachten wir es wäre geschafft, als sich das Auto ein paar Meter bewegte, aber es blieb erneut stecken. Der Australier gab wieder auf, und brabbelte wieder davon, dass er einfach n neues Auto kauft, die Mädels und ich haben schon wieder mitm graben angefangen. Nach einer weiteren Stunde war es wieder soweit. Der nächste Anlauf stand bevor, wir schoben wieder an, der Typ zog wieder das Auto. Diesmal hatten wir Glück. Das Auto blieb nichtmehr stecken, und der Australier konnte es sicher zum Strand zurückbringen. Wir haben gejubelt wie wenn wir grade unser Abitur nochmal bestanden hätten, oder grade eine kostenlose Reise in die Südsee gewonnen hätten. Wir haben aber gar nichts dafür bekommen. Uns wurde zwar großspurig Bier und allesmögliche sonst versprochen, aber er hatte vergessen dass er das schon alles selbst davor gesoffen hatte. Egal wie mans sehen will, Karma oder jeden Tag eine gute Tat, wir hatten sehr viel Spaß und eine gute Erinnerung.

Danach gings weiter ins Outback, in den Karijini Nationalpark, der von jedem als absolutes Highlight der Westküste angepriesen wird.

18März
2014

Schnorcheln in Coral Bay

Nach einer weiteren langen Fahrt kamen wir in Coral Bay an. Bei über 40 Grad gingen wir erstmal ins Wasser und schnorcheln. Gerade mal einen Meter vom Strand sahen wir riesige Snapper und andere Fische. Kurz dahinter begann dass Korallen Riff, welches in allen Farben und Formationen faszinierte. Dort sahen wir Schildkröten, Rochen und hunderte verschiedene kleine Fischarten. Da in diesem Riff einige Walhaie, die größte Fische der Welt zu hause sind, buchten Anna und ich uns eine Bootstour um mit diesem bis zu 18 Meter langen Meeresbewohner zu schwimmen. Am Abend vor der Walhai Tour saßen wir noch mit dem Engländer und der Deutschen am Strand und tranken ein paar Bier.

Früh morgens ging es dann mit einem Boot raus aufs Meer um die Tierwelt Australiens näher kennen zu lernen. Den ersten Stop machten wir im Herzen des Riffs, welches noch schönere Rifflandschaften, größere Fische und eine höhere Artenvielfalt zu bieten hatte. Wieder an Bord ging das "Wildlife watching" aber weiter. Am Bug des Schiffs stehend konnten wir Schildkröten unter uns schwimmen sehen, und einige Delfine beim auf- und abspringen neben dem Boot beobachten. Die nächsten Stunden verbrachte die Crew damit nach Walhaien ausschau zu halten. Über Funk verständigten sie sich mit dem Flugzeug das die Walhaie sichtet. Da wir uns inzwischen schon in tieferen und unruhigeren Gewässern aufhielten, wurde jedem zweiten schlecht weswegen wir uns auf den Boden legten und schliefen. Diese Methode war sehr wirkungsvoll und somit konnten wir das Mittagessen das auf dem Boot serviert wurde genießen. Nach diesem Mahl kam dann die schlechte Nachricht. Nach 2 Stunden ohne Sichtung würde das Flugzeug die Suche nach dem Walhai beenden und wieder auf den Boden kommen. Niedergeschlagen und enttäuscht saßen wir alle im Boot und versuchten uns trotzdem noch an allem anderen zu erfreuen. Als Ersatz für die Walhaie konnten wir dann mit Manta Rochen schwimmen, die eine Spannweite von bis zu 4 Metern hatten. Wir sind dort mit 3 Rochen auf einmal geschwommen, die ungestört ihre Runden im Wasser drehten. Der nächste "Tauchgang" führte uns zu einem speziellen Treffpunkt einer bestimmten Fischart. Eigentlich war ich erst nicht so begeistert mit diesen Tieren zu schwimmen, da ich schon alle möglichen Geschichten gelesen und gehört habe. Es handelte sich um Haie, welche sich an diesem Platz regelmäßig trafen und dort auf Streifzug durchs Meer gingen. Hier gab es aber zum Glück keine 7 Meter langen weißen Haie, sondern nur kleinere Riffhaie. Aus sicherer Distanz beobachteten wir also die vielen kleinen Haie wie sie umher streiften. Als es dann hieß dass wir zurück zum Boot müssen, war ich gar nicht so traurig darüber, wieder an einem sicheren Platz zu sein. Immer noch enttäuscht den Walhai nicht gesehen zu haben, aber um viele neue Erlebnisse und Bekanntschaften reicher fuhren wir zurück.

Manta Ray Riff Haie

Am nächsten Tag stand eine kleine Kayak Tour auf dem Program. Diese Tour hat sich definitiv gelohnt, da wir mit den Kayaks zu einem besonders schönen Korallenriff gepadelt sind, und dort ein weiteres Mal schnorcheln waren. Unser Kayak Guide war ein Typischer Australier. Lange blonde Haare, braun gebrante Haut, Surfer, immer gut gelaunt und leidenschaflicher Biertrinker. Mit diesem Typ tranken wir am Abend an der Bar noch ein paar Bier und hörten uns seine Stories an, die er in seinem kleinen 190 Seelen Dorf erlebt hat.

Am nächsten Tag bewarb ich mich noch bei ein paar Resorts als Barkeeper oder Gärtner, da meine Reisekasse durch den Autokauf etwas gelitten hatte. Und die Vorstellung in einem Resort mitten im Paradies zu arbeiten war auch nicht zu schlecht. Erstmal ging es für die Mädels und mich weiter nach Exmouth, der nächsten Stadt die am Ningaloo Reef liegt. Falls ich einen Job bekommen würde, würde ich einfach mit dem Bus wieder zurück fahren.

13März
2014

Monkey Mia!

Die letzten Tage habe ich mit den Mädels im Monkey Mia Dolphin Resort verbracht. Dieses Resort kann man eigentlich mit einigen 5 Sterne Anlagen vergleichen, da dort alles geboten ist. Privatstrand, Pool und Whirlpool, Bar, Restaurant, Wlan. Das beste an diesem kleinen Küstenresort sind aber die Tiere.

Bei der Ankunft wurden wir gleich mal von 9 Emus begrüßt, die uns als Willkommensgeschenk unsere Nudeln aus dem Auto gepickt haben und alles auffraßen. Nachdem sie offenbar gesättigt waren, durften wir wieder ans Auto und unser Zeug aufbauen. Auf diesem "Campingplatz" hat man sich wirklich wie im Urlaub gefühlt: Direkt am Meer schlafen, am Tag im Schatten am Pool liegen, abends an der Bar sitzen, mit neuen Leuten was trinken. Alleine deswegen wäre das hier schon das Paradies gewesen, aber da gab es ja noch was. Delfine!

An diesem Strand gibt es über 30 Delfine die regelmäßig extrem nahe an den Strand kommen. Dies wird am morgen mit einer Fütterung touristisch zelebriert, um alle die noch nie Delfine gesehn haben, zufrieden zu stellen. Obwohl es alles wirklich sehr touristisch ist, man mit 100 anderen Leuten am Strand steht, mehr Fotos als auf allen roten Teppichen der Welt gemacht werden, war es trotzdem super schön wenn bis zu 10 Delfine zusammen auf und ab schwimmen, sich im seichten Wasser treiben lassen und neugierig um uns Menschen schwimmen. Bei der Fütterung wurden beliebig Personen aus der Menge ausgewählt die die Delfine füttern durften und somit noch näher an sie heran durften. Da die Mitarbeiter nur jeweils 5 Fische hatten war die Chance nicht besonders groß ausgewählt zu werden. Auch nach den ersten paar Leuten ließ sich ein Schema erkennen. Die ersten 4 Leute bei dem Mitarbeiter der in meiner Nähe stand, waren junge Frauen die nur Bikini oder Hotpants anhatten. Als dann verkündet wurde dass nun der letzte Fisch verteilt wird, sah ich mich um und fragte mich welche Frau wohl als nächstes ausgewählt wird. Diesmal jedoch wählte der Typ den "Gentlemen in the green shorts" aus. Mich! Glücklich ging ich vorsichtig ins Wasser und näherte mich den Delfinen. Nur ein paar Zentimeter von diesem intelligenten Tier zu stehen und es zu füttern war schon beeindruckend.

Noch viel schöner war es aber später am Tag. Als Anna und ich im Meer schwimmen waren sahen wir außer Seepferdchen und großen Fischen noch weitere Delfine. Diese Delfine sind ganz nah an unseren Körpern vorbei geschwommen und drehten um uns ihre Runden. Das selbe erlebte ich dann auch noch beim Sonnenuntergang.Schweren Herzens verabschiedeten wir uns nach ein paar Tagen dann von unseren Delfinen und unserem Resort, in dem wir die Tage in vollen Zügen genoßen haben.

Dort haben wir dann auch noch einen Engländer und eine Deutsche kennengelernt mit denen es jetzt zusammen weiter nördlich nach Coral Bay geht, was ein kleiner Ort am Ningaloo Reef ist. Dort kann man direkt vom Strand ins Riff schwimmen und eine komplett andere Welt unter Wasser entdecken.

10März
2014

Pinnacles & Kalbarri

Als Beifahrer kann ich mich jetzt die ganze Zeit entspannt zurücklehnen. Ich fahre jetzt in Annas Auto mit, welches auch als Neuwagen durchgehen könnte. Mit diesem Auto will sie ganz Australien umrunden. Von Sydney bis hier hoch hat sie es schon geschafft und ich bin sehr dankbar dass ich bei ihr mitfahren kann.

So sind wir die letzten Tage schon über 700 Kilometer von Perth in den Norden gefahren. Der erste Stop wurde bei den sogenannten Pinnacles eingelegt, uralte Steinformationen die sich in der Wüste über mehrere Kilometer erstrecken. Nach diesem Touristenmagnet ging es erstmal in ein kleineres Städtchen weiter, in dem wir uns den Sonnenuntergang am Strand ansehen konnten.

Am nächsten Tag kamen wir in Kalbarri an, wo es einen wunderschönen Nationalpark und mehrere tiefe Felsschluchten gibt. Jenen Nationalpark haben wir sehr gründlich besichtigt. Ein 8 Km langer Weg führte uns über die Felsen und Aussichtspunkte, am Fluss entlang und in die gewaltigen Schluchten hinein. Bei 35 Grad im Schatten, mit etlichen Wasserflaschen bepackt und über die roten Felsen kletternd, war das auf jeden Fall eine sehr authentische Sicht von Australien die wir da hatten. Da die Straße zum Nationalpark eher in bescheidener Qualität war, musste Annas Auto noch zum reparieren bevor es weiter gehen konnte.

Nature Window Ranger

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Monkey Mia, wo Delfine zur Fütterung ganz nahe an den Strand kommen.

01März
2014

Wildlife spotting along the coast

Die erste Nacht nach Margaret River haben meine neuen Freunde und Reisepartner, Jenni aus Finnland, Anna aus Deutschland, John aus Irland, und ich in Busselton verbracht. Dort machten wir uns einen gemütlichen Abend mit ein paar Bierchen auf einem Campingplatz direkt am Strand.

An diesem Strand sahen wir am nächsten Morgen einen Rochen aus nächster Nähe. Nach dieser Begegnung mit dem Rochen ging es weiter zu Penguin Island. Wie der Name schon sagt kann man dort Pinguine besichtigen und theoretisch in freier Wildbahn sehen. In Wirklichkeit sitzt man im Kreis um ein großes Wasserbecken in dem die Pinguine herunschwimmen und gefüttert werden. Ziemlich touristisch aber trotzdem iwie süß. Penguin Island bietet sich allerdings auch sehr gut zum schnorcheln und wandern an. So haben wir alle einen super Nachmittag auf der kleinen Insel verbracht.

Penguin Island

Die nächsten Tage gings nach Fremantle, einer kleinen Vorstadt von Perth, die sehr viele alte und geschichtsträchtige Bauwerke und eine schöne Innenstadt zu bieten hat. Nachdem wir alle die Innenstadt erkundet hatten und in einem Park Essen gekocht hatten, suchten wir nach einem geeigneten Schlafplatz, da wir keine Lust auf einen weiteren überteuerten Campingplatz hatten, auf dem wir dann wieder hunderte andere deutsche treffen würden und uns sicher nicht wie in Australien fühlen würden. Diesen Schlafplatz fanden wir dann direkt am Hafen an einem kleinen Leuchturm, der unserem Platz definitiv mehr Atmosphäre verlieh als ein vollgepackter Campingplatz. Am nächsten Morgen wurden wir von ein paar Delfinen geweckt, die im Hafen auf und ab schwommen. Dieses Gefühl im Auto zu schlafen, unter der Sonne Australiens aufzuwachen, mitten im Hafen Delfine zu beobachten, war einfach unbeschreiblich. Auch an den nächsten Tagen hielt der Hafen immer wieder Überraschungen für uns bereit. Am einen Tag fuhr ein riesieger Luxusdampfer direkt neben uns vorbei, am anderen Tag war das Auto nach einer stürmischen Nacht in Salzwasser getränkt. Ich hatte übrigens das Glück in dem Auto von Anna zu schlafen, mit der ich jetzt auch die Westküste hochfahre, welches um einiges komfortabler und angenehmer ist als mein Auto.

Fremantle Lighthouse    

Mein Auto hat die ein Monat Marke nichtmehr geknackt. Da es die ganze Woche 38 Grad hatte, überhitze mein Auto, der Kühler hatte etliche Löcher und somit stand ich vor einer Entscheidung. Für 1500 Dollar reparieren lassen, oder für sehr wenig Geld an einen Mechaniker verkaufen? Da mir diese Schrottkarre bisher nur Probleme bereitet hat, nahm ich 50 Dollar für das Auto von einem Mechaniker, und freute mich einfach dass dieses Stück Blech weg war. Wirtschaflich und finanziell gesehn habe ich auch noch den Deal meines Lebens gemacht. Für 1200 gekauft, für 800 repariert, für 50 verkauft. Hier nochmal ein großes Dankeschön an die Einschätzungsgabe und das Fachwissen beim Autokauf an Patrick Weller.

Lukrativer Verkauf meines Autos

Da ich aber jetzt mit Anna, Jenni (der Finnin) und einer Freundin von Anna im Auto mitfahren kann, ist alles gut und ich kann mich voll auf den Roadtrip mit den drei Mädels freuen. Mit allen zusammen erkundeten wir Perth und den Kings Park, welcher das Highlight von der Stadt ist und schöne Blicke über die Stadt offenlegt. Zum Abschluss der Woche feierten wir noch zusammen mit ein paar Irischen Freunden von John(dem Iren mit dem ich unterwegs war), und bekamen eine Demonstration der Stärke der Irischen Leber. Diese Iren sind schon ein Schlag für sich, aber ich bin sehr dankbar für diesen schönen Abend, und die Großzügigkeit und Gastfreundschaft dieser Leute!

Kings Park PerthJenni & IchPerth Perth by night

Der Tag danach gehörte der Musik. Ich hatte mich spontan dazu entschlossen auf das Future Music Festival zu gehen, welches eines der größten in ganz Australien ist. Dort waren Macklemore, Paul Kalkbrenner, Hardwell, ATB, Paul van Dyk und viele mehr.

Am Tag nach dem Festival kam dann der Tag des Abschieds. John und seine Freundin fuhren Richtung Süden um auf einer großen Farm zu arbeiten, und die Mädels und ich machten uns für unseren Roadtrip in den Norden bereit. Mit John hatten wir nicht nur jede Minute Spaß und gute Laune, auch kulinarisch haben wir es uns zusammen gut gehen lassen. Das gemeinsame Kochen in den Parks, am Strand oder einfach nur aufm Parkplatz, gehört zu den schönen Dingen an die man gerne zurückdenkt. Auch wenn du kein Deutsch verstehst, danke für alles John und viel Glück auf der Farm! Für uns gehts jetzt ab in den Norden, bis bald!