Chris on Tour

Mein Jahr in Australien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur und V.A.E.

Berichte von 11/2013

28November
2013

Eat. Play. Work

Diese Woche war etwas ereignisreicher als die letzte, und bot von Stränden bis hin zu Buschfeuern alles.

Am Montag war ich an einem schönen und menschenleeren Strand schnorcheln. Es war super durchs klare, blaue Wasser zu gleiten, und die Unterwasserwelt zu begutachten. Nachdem ich alles erforscht hatte, durfte ich mit dem Geländewagen des Gastvaters am Strand entlang fahren. Erstmal ein komisches Gefühl barfuss zu fahren, was hier ganz normal ist, und zweitens mit einem großen allradbetriebenen Auto über den weichen Sand zu düsen. Ist super entspannend, auf der einen Seite das Meeresrauschen zu hören, immer wieder kleinen Sandhügeln auszuweichen und die pure Freiheit zu genießen. Ich freu mich schon auf die nächsten Fahrten am Strand die ich auf meiner Reise (hoffentlich) noch erleben werde. 

Parry Beach

Auch die Tierwelt ist sehr interressant hier. Sobald man weiß dass das Tier nicht giftig ist, traut man sich auch mal näher ran und kann Fotos machen. Hier sind zum Beispiel ein paar Papageien und ein Tier von dem ich den deutschen Namen nicht weiss.  Papageien Bobtail Lizard

Gestern war dann ein recht anspruchsvoller Tag, der aber erstmal mit einer angenehmen Arbeit begann. Da Bekannte der Familie eine Farm haben (auf der ich hoffentlich auch arbeiten kann), wurden uns kiloweise Erdbeeren gebracht, die entweder zu groß oder zu klein für den Verkauf sind. Also machte ich mit der Gastmutter Erdbeermarmelade! Allein der Geruch von den hunderten Erdbeeren war genial.

Nachdem wir gefühlt stundenlang Erdbeeren geschnitten haben, bekam ich einen Anruf von einem Gärtner, den ich die Woche davor kennengelernt hatte, der mir Arbeit anbot. Ich sollte in der nächsten halben Stunde fertig sein und dann würde er mich abholen. Hochmotiviert war ich sofort fertig und wartete auf Mark (der Gärtner). Da der aber in seiner eigenen Zeitzone lebt, wurde ich erst zwei Stunden später abgeholt. Mark, der eine deutsche Frau hat und auch für ein Jahr mal in Bremen gelebt hat, war von Anfang an sehr sympatisch und wies mich ganz ruhig in die Arbeit ein und ließ mich dann mit einem seiner anderen Arbeiter allein bei einem Haus. Die Arbeit bestand darin, Blätter und Äste zusammen zu rechen und diese anschließend zu verbrennen. Recyclinghof gibts hier wohl (noch) nicht. Das wird nicht etwa aus ästhetischen Gründen gemacht, sondern um die Gefahr von Buschfeuern zu reduzieren. Die Arbeit war relativ hart, da vor allem das Tempo das der andere Arbeiter - 22 Jahre alt und eigentlich sehr chillig - vorgab, jeden deutschen Chef stolz gemacht hätte. Außerdem mussten jedesmal eine sehr hohe Menge an Blättern bewegt werden, was nach der Zeit in die Arme und in den Rücken geht. Doch ich wollte mich ja an meinem ersten Arbeitstag nicht gleich beschweren, und rechnete mir lieber einfach schonmal im Kopf vor, was ich bei dem Job verdienen würde. Das war dann Besänftigung genug. Nachdem alles auf ein paar Haufen verteilt wurde, kam der bequemere Teil. Alles anzünden und einfach daneben stehen, aufpassen dass kein Waldbrand entsteht und immer mal wieder alles zusammen rechen. Der einzige Nachteil ist der beißende Rauch der in den Augen brennt, und der Geruch der Klamotten wenn man nach Hause kommt. Kann man sich ungefähr so vorstellen, wie wenn man mehrere Stunden in einem absolut stickigen Raucherlokal oder den Glaskästen am Flughafen in denen man rauchen darf, verbringt. Nachdem diese Arbeit dann erledigt war, hat mir der andere Arbeiter erstmal ein Bier spendiert, damit ich es mit der deutschen Qualität vergleichen kann. War gar nicht soo schlecht. Außerdem fuhren wir in einem sehr speziellen Firmenwagen, der überall für Aufsehen sorgt. Wirklich gute Werbung für Mark.

DER Firmenwagen

Appropos Mark: Er wollte mich dann am Abend noch amrufen und mir die Einzelheiten über die Arbeit und meine Arbeitszeiten sagen, da er aber wie gesagt nicht ganz pünktlich ist, warte ich immernoch auf den Anruf.

Nach der Arbeit konnte ich dann seit langer Teit mal wieder Fussball spielen. Die dörfliche Gemeinde trifft sich nämlich jeden Mittwoch und veranstaltet ein Spiel. War super mal wieder zu kicken und gleichzeitig ein paar neue Leute kennen zu lernen.

Nach dem Spiel erwarteten mich dann noch ein köstliches Essen bei der Gastfamilie und ganz viel Geschirr das ich spülen durfte. Schließlich bin ich dann aber doch auch noch ins Bett gekommen, und konnte mich ausschlafen.

Heute musste ich nur das Haus saugen und das Bad putzen und konnte mir dann einen schönen Nachmittag machen. Ich bin also mit dem Hund gassi gegangen, bin allerdings völlig dehydriert wieder zurückgekommen, da ich mich verlaufen hatte und die Sonne hier unglaublich heiß runterknallt. Die Strassen Australiens

Zu Hause konnte ich mich dann mal wieder meiner Reiseplanung widmen.

Als der Vater von der Arbeit heimkam, haben wir uns ein paar Angeln geschnappt, und sind an den Strand gefahren. Ein wirkliches Naturtalent bin ich nicht gerade als Angler, aber das ist mir vollkommen egal. Ich habe einfach den Sonnenuntergang am Strand genossen und das Meer und die Wellen beobachtet.

Greens Pool, Sonnenuntergang

Morgen muss ich wieder im Garten arbeiten, und schau mal wie es so um meine Arbeit und auch um mein Geld für den einen Nachmittag steht.

Also bis bald, ich hoffe ich kann euch mit den Strandbildern ein wenig Wärme nach Deutschland bringen.

24November
2013

"Normal Life"

Die geplanten Ausflüge wurden erstmal von zwei Dingen gebremst. Erstens haben mich die Kinder mit irgendwas angesteckt, weswegen ich ein paar Tage im Bett verbringen musste, und zweitens ist das Wetter zur Zeit gerade nicht so toll. Sehr wechselhaft bei Temperaturen um die 15-20 Grad. Das gab mir aber wiederum Zeit meine nächsten Ausflüge hier in Australien und später in Neuseeland, Singapur & Dubai zu planen. Also hab ich mir für die Orte schon n straffes Touri-Programm zurecht gelegt und freue mich schon sehr darauf, diese Länder und Städte zu erkunden. Nachdem ich meine kurze Krankheitsphase überwunden hab, musste ich auch mal was arbeiten. Ich muss hauptsächlich den Garten in Ordnung bringen, Beete umgraben, die Werkstatt putzen aber nichts weltbewegendes. Da das Wetter so unbeständig ist, kann ich nicht wirklich viel unternehmen und sitz den Großteil des Tages im Haus rum. Gestern war allerdings großes Familienfest weil der Vater meiner Gastmutter 60 geworden ist. War anfangs etwas komisch als einziger Außenstehender auf ein Familien Fest zu kommen und dann auch noch alle Menschen zu Fotografieren (auch hier wurden meine bzw die Fähigkeiten meiner Kamera benötigt, da die Mutter keine gute Kamera hat und endlich mal schöne Familienfotos haben wollte). Auch der Fakt dass sie eher zur betuchteren und exklusiven Gesellschaft gehören, machte meine Position nicht unbedingt besser. Nachdem ich dann erklärt hatte, dass ich die Fotos nicht für mich sondern für die Gastmutter mache, waren sie schon entspannter. Nach einem reichhaltigen Barbeque und dem ein oder anderen Bier wurde es dann noch lockerer. Gegen Nachmittag kam dann noch die Tochter dazu, die so alt ist wie ich und mit der ich mich dann noch etwas unterhalten konnte. Sie kam gerade von einer 4 monatigen Asien und Amerika Reise zurück, deswegen konnten wir uns ganz gut übers Reisen unterhalten. War insgesamt ne schöne Feier und eine interessante Erfahrung, bei den Familienfesten der "Schönen und Reichen" dabei zu sein. Da mich ja in ca. 2 Monaten der Patrick besuchen kommt, und natürlich was erleben will, muss ich mir jetzt dann aber mal einen Job suchen und ein bisschen Geld verdienen. Die Gegend hier wäre nämlich weitaus günstiger um Arbeit zu finden, da es hier nicht so überlaufen mit Backpackern ist, wie an der Ostküste. Allerdings würde ich auch noch gerne hier bei der Familie bleiben, auf besseres Wetter warten, dann Touren mit dem Boot und dem Geländewagen machen, und vor allem auch den Luxus eines eigenen Zimmers und des wirklicj sehr guten Essens genießen. Aber es wird sich zeigen was in nächster Zeit kommt.
15November
2013

Offroad Tour und Traumstrände!

Ich hab wirklich sehr viel Glück mit meiner Gastfamilie hier. Die beiden Eltern sind sehr nett, die Mutter kocht immer hervorragend und mit dem Vater kann man immer was erleben. Die drei Jungs, 7,11 und 13, sind auch immer nett und vor allem der kleine ist sehr lustig. Auch wieder ein eigenes Zimmer und ein bequemes Bett zu haben ist traumhaft. Als Arbeit muss ich nur den Garten etwas pflegen, im Moment nur das Unkraut aus dem Vorgarten entfernen, nach dem Essen beim Abwaschen helfen und mal kurz auf die Kinder aufpassen, was aber eigentlich eh nicht nötig ist, da sie alle schon sehr selbstständig sind.

Als kurze Pause von meiner Arbeit hat mich Shell, die Mutter, zu einem traumhaften Strand mitgenommen. Nicht nur das Meer, das in wechselndem blau und türkis vor mir lag, auch der weiß, feine Sandstrand und die Tatsache dass kaum Menschen da waren, machen diesen Strand besonders aus.

Greens Pool

Gerade vorher hat mich dann Trent, der Vater, noch zu einem kleinen Hügel gefahren, auf dem Kängurus leben. Nachdem wir die herumhüpfenden Kreaturen besichtigt hatten, haben wir dann noch einen spontanen Ausflug zu einem weiteren, sehr abgelegenen Strand gemacht, der durch raue Wildnis abgetrennt am Meer liegt. Also hab ich gleich auch noch die ersten Offroad Erfahrungen gemacht. Obwohl das Auto wirklich Power und 4WD (Allradantrieb) hat, war es nicht einfach durch die tiefe Sandstraße zu fahren, da der Sand extrem weich war. Es ging ständig auf und ab, teilweise schwebten wir mal ein paar Zehntelsekunden in der Luft, dann steckten wir wieder im Sand fest. Nach dieser im wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubenden Tour, lag uns ein wunderschöner, einsamer Strand zu Füßen, an dem man unter anderem auf Delfine und Wale sehen kann. Zu diesem Strand werden wir nochmal zum Fischen fahren, worauf ich auch schon sehr gespannt bin, da Trent schon wirklich riesige Fische gefangen hat.

Ich genieß hier meine Zeit und freue mich schon auf die nächsten Naturwunder und Abenteuer die ich hier erleben werde.

Bis bald,

Euer Chris

13November
2013

Ab in den Wilden Westen!

Die Nacht in Mildura endete dann doch noch relativ versöhnlich, ich ging mit Kai und Patrick bis um 5 Uhr in einen Club, und wir hatten sehr viel Spaß beim tanzen und beim beobachten der Tanzstile der anderen Leute. Nach einer sehr kurzen Nacht ging's dann wieder mit dem Bus nach Melbourne. Da der Bahnhof aber 1 Stunde Fußmarsch enfernt lag, und ich meinen 25 Kilo schweren Rucksack und meine mindestens genauso schwere Essenstasche nicht die ganze Zeit mittragen wollte, nahm ich mir wie ein echter Penner einen Einkaufswagen und schob ihn durch die ganze Stadt. Ich wurde zwar von wirklich allen Leuten sehr argwöhnisch angeschaut, aber dafür hatte ich keine Rückenschmerzen.  Mein Penner mobil
7 Stunden später war ich wieder in Melbourne und konnte mir noch einen schönen Abend mit Billiard und ein paar Leuten im Hostel machen. 
Am nächsten Tag ging ich mit meinem Zimmernachbarn Skifahren in der Bibliothek. Wie soll das gehen? Da es dort eine Technik Abteilung mit Xbox und Playstation gibt, konnte man dort auch das Programm Xbox Kinect nutzen, welches die Bewegungen der Personen auf den Bildschirm überträgt. So konnte man also virtuell die Streif runterrutschen, während die anderen Leute um einen herum ihre Hausarbeit in ihren Laptop eintippen oder für Prüfungen lernen. Auch hier wurde man sehr seltsam betrachtet, aber es war einfach extrem lustig in Skifahrer Haltung in der Bibliothek zu stehen. 
Am Abend ging dann mein Flug nach Peth. Erst im Flugzeug lernte ich den Komfort, den ich bei Emirates beim Flug nach Autralien genoss, zu würdigen. Während man dort schier unendliche Beinfreiheit hatte, exzellentes Essen und Trinken bekam, und seinen eigenen Entertainment Screenbesaß, musste man sich bei Tigerair in die Sitze reinzwängen, für Essen und Trinken bezahlen und hatte auch sonst kein bisschen Komfort. Selbst das Gepäck musste man noch extra dazubuchen. Da ich etwas mehr als die gebuchten 15 kg in meinem Großen Rucksack hatte zog ich alle Pullis und Jacken die ich dabei hatte an, und setzte mich im Zwiebel Look ins Flugzeug. Bei der Ankunft in Perth erwartete mich die nächste luxuriöse Unterkunft. Eine Bank inmitten des Flughafenterminals. Aber mit meinem Schlafsack und ein paar Pullis als Kissen, ging es schon. Mein Schlafplatz Nach 4 Stunden Schlaf, stand ich um 5 auf, nahm den Cityshuttle Bus nach Perth, 2 verschiedene Züge zum Busterminal, und fuhr nun wiedermal 6 Stunden mit dem Bus. Hier lernt man wirklich eine ganz Neue Dimension von Entfernungen kennen - 5000 km in 3 Tagen und immernoch im selben Land. In Albany angekommen, holte mich dann die Gastmutter und 2 ihrer 3 Söhne mit dem Auto ab. Eine wirklich sehr liebe Familie hab ich da erwischt. Bei ihnen im Haus hab ich mein eigenes Doppelbett, ein Badezimmer dass ich nur mit den Jungs teilen muss und wirklich sehr leckeres Essen. Im Gegenzug muss ich nur im Haushalt und im Garten helfen. 
Den ersten Tag hab ich aber erstmal frei bekommen, um die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Hier gibt es wirklich traumhafte Strände - an einem von diesem liege ich gerade ganz für mich allein - und eine tolle Landschaft. Der Gastvater hat außerdem ein kleines Motorboot, mit dem er oft fischen geht, und einen Geländewagen mit dem er durch den Busch zu abgelegenen Orten fährt. Deshalb bin ich schon gespannt was ich hier alles erlebe und welche Arbeiten ich im Gegenzug leisten muss. 

  Ocean Beach FCB ist natuerlich auch dabei
Bis bald, liebe Grüße aus dem sonnigen Westen Australiens!

 

PS: Das hier lebt im Vorgarten. Nur ein kleines Exemplar

10November
2013

Everyday can't be the best day

So, grade eben den Tiefpunkt erreicht. Tag hat eigtl gut angefangen:

Mit dem Bus um 6 Uhr in Adelaide angekommen, mit dem Zug weiter bis in irgendein Kaff gefahren, da dann auf den Highway gestellt, und getrampt. Dort hat mich und David (hab ich am Tag davor kennengelernt) eine sehr nette Frau durchs Outback gefahren und uns noch ein paar Kaengurus gezeigt. Sie hat uns dann sogaar noch bis zu dem Working Hostel mitgenommen. Dort angekommen fällt David auf, dass er mit einem anderen Working Hostel in Kontakt war, und wir hier falsch sind. Also wieder auf den Highway gestellt, Schild mit dem Namen der Stadt draufgeschrieben und weiter getrampt. Nach einer Stunde hat uns dann wieder jemand mitgenommen und uns zum richtigen Working Hostel gefahren. Über 400 km getrampt und noch wohlauf.


Dort angekommen begrüßen uns erstmal 100 Asiaten, kein Rezeptionist und ein wirklich ungutes Klima. Nachdem dann doch ein paar Deutsche im Hostel waren, die uns dann von den Arbeitskonditionen erzählt haben, war ich völlig desillusioniert. 10 Stunden arbeiten, Haut und Arme aufschlitzen, bei 40 Grad schuften und wofür? Läppische 30 Dollar am Tag?! Als mir dann auch noch gesagt wurde, dass der Rezeptionist, der wirklich freundlichste Inder der Welt, unser Geld erst mindestens 1 Woche später zahlt, und dann auch noch weniger auszahlt als man verdient hatte,h hatte ich genug. Ich setzte mich an den Pc, kaufte mir ein Ticket nach Melbourne zurück, ein Flugticket nach Perth und musste irgendwie organisieren wo ich diese Nacht schlafe und wie ich zurück in die Stadt komme, da das Hostel in einem kleinen Kaff, 16 km weiter lag. Zum Glück erwischte ich noch ein paar Freunde die ich auf der Great Ocean Road kennengelernt habe, die sagten, dass ich bei ihnen auf der Couch schlafen kann (danke nochmal Kai und Patrick!!) Letztes Problem: Zurück in die Stadt kommen. Da mich der wirklich liebenswerte Inder zum gehen gedrängt hat, konnte ich nur noch schnell die Telefonnummer eines Taxis raussuchen. Jetzt sitze ich also hier in diesem Taxi, mehrere hundert Dollar ärmer, und denk mir wie super ich dass wieder hinbekommen hab.

Aber was solls, shit happens. 

08November
2013

Letzter Bus nach Adelaide!

Heute ist mein letzter Tag in Melbourne. Ich hab im Hostel einen Typen kennengelernt, der sich jetzt nach Adelaide aufmacht, und auf ner Farm arbeiten wird. Ich hab mich natuerlich, spontan wie ich bin, angeschlossen. Wir fahren also heute Abend mit dem Bus von Melbourne nach Adelaide und versuchen dann am morgen zu diesen Farmen zu trampen, da keine Busse gehen. Naechstes Abenteuer steht also bevor. Bin mal gespannt ob sich irgendwer erbarmt, zwei Backpacker mitsamt ihrem Zeug ins Outback mitzunehmen.

Ich wuerde uebrigens gerne mit euch allen skypen, hab nur leider sehr wenig Zeit und ausserdem ist die Wlan Zeit hier immer begrenzt, oder man muss horende Preise dafuer bezahlen.

Ich freue mich aber trotzdem immer ueber jeden Kommentar von euch, und sende euch ganz liebe Gruesse vom anderen Ende der Welt!

Bis bald,

Chris

 

PS: Die Plaene fuer Ayers Rock und Perth sind jetzt erstmal auf Eis gelegt. Je nachdem wie die Arbeit in Adelaide ist, entscheide ich mich dann wie s weitergeht.

07November
2013

Let's go to the Beach!

Der Sommer hat nun auch endlich Melbourne erreicht. Wenigstens für zwei Tage. Pünktlich zum Melbourne Cup - "the race, which stops a nation" - zeigte Melbourne sich mal von seiner sonnigen Seite. Der Melbourne Cup ist das höchstdotierteste Pferderennen der Welt und sorgt für Ausnahmezustand in der Stadt. Bis auf die ganzen Frauen mit auffallenden Kleidern und Hüten und Männern mit verschiedfarbigen Anzügen und Fliegen , bekommt man es vor allem durch die erhöhten Hostelpreise mit, dass gerade Melbourne Cup ist. Im Grunde geht es ja auch für die meisten darum, sich schon früh am morgen zu betrinken, hohe Geldsummen auf den Sieger zu setzen und dabei noch so edel auszusehen wie möglich. Ich hab mir das ganze nicht angetan, keine 70 $ für ein Ticket bezahlt und auch keinen hohen Eintritt für irgendwelche stickigen Bars bezahlt, denn mal ehrlich. Wen interesseiern Pferderennen?

Ich bin also mit zwei Mädels an den Strand gefahren und habe dort den Tag genossen. Da das Wetter so schön war und die Stadt eigentlich nicht so weit entfernt aussah, entschieden wir uns vom Strand zurück zu gehen. Waren dann aber doch 3 Stunden Fußmarsch, aber das war ok. Die Mädchen hatte ich schon in meinem alten Hostel kennengelernt und hab mich gut mit ihnen verstanden. Emma, eine Engländerin, schnitt mir übrigens dann am Abend meine Haare, da ich fragte wo es hier einen günstigen Frisör gibt umd sie darauf antwortete dass sie das doch übernehmen könnte. Sie würde auch immer die Haare von ihrem Vater und Bruder schneiden. Mir war zwar schon etwas mulmig als sie mir dann mit meinem (Bart)Rasiere die Haare schnitt aber es war kostenlos! Und sie hat es meiner Meinung auch sehr gut hinbekommen.

Am nächsten Tag sah ich einen Aufruf in Facebook, ob irgendwer in Melbourne sei, und Lust hätte etwas zu unternehmen. Also hab ich meine Sachen gepackt und bin ganz spontan mit zwei anderen mir bis dahin unbekannten Mädchen zum Brighton Beach gefahren. Der Strand ist für seine Bunten Strandhäuser bekannt und ist ein beliebtes Postkartenmotiv. Also bin ich an diesem Tag wieder am Strand gelegen und habe gechillt. Das einzig negative war nur, dass man nicht ins Wasser gehen konnte/sollte, weil gerade die Quallensaison begonnen hat.

Am Abend nahm ich dann an einem Pokerturnier teil bei dem es auch noch ein kostenloses Barbeque gab. Es war echt spannend, da man Geld gewinnen konnte und gleichzeitig aber auch sehr lässig, da das Barbeque auf einer Rooftop Bar über den Dächern von Melbourne stattfand. Das Turnier endete für mich etwas unerwartet, da ich mich mit meinem Flush schon sehr sicher fühlte, und ein All-in riskierte. Meine Kontrahendin hatte allerdings einen Straight Flush was sehr selten ist und das höchste Blatt im Poker ist. Danach gab es noch ein paar Trinkspiele mit Goon und einen Besuch in einem der Clubs der Stadt.

Heute Abend werde ich auf die Aussichtsplattform des höchsten Turms gehen und den Sonnenuntergang genießen. Ich habe mich übrigens dazu entschieden, so etwas wie Freiwilligen Arbeit zu machen, bei der man zu irgendwelchen Farmen oder Familien fährt und dann dort für Unterkunft und Essen arbeitet. Deshalb werde ich demächst nach Perth fliegen, und mal wieder s etwas Familienleben haben. Vielleicht mach ich davor noch einen Ausflug zum Ayers Rock, das entscheide ich aber spontan.

Also bis dann,

Euer Chris

04November
2013

Great Ocean Road

Die Entscheidung die Great Ocean Road mit den 3 Mädels zu machen war definitiv richtig. Erstens weil ich super viel Spaß hatte und es echt schön war, und zweitens weil ich sie jetzt doch nicht nochmal mit der anderen Gruppe fahre. Doch dazu später mehr.

Ich traf mich mit den Mädchen (Melina,Trixy und Kathrin) vor meinem Hostel, wo sich mich mit dem Auto ihres Farmers abholten. Melina und Trixy arbeiten nämlich auf einer Pferdefarm in der Nähe von Melbourne, und haben das Wochenende frei bekommen um diese Tour machen zu können. Inklusive Auto und Kreditkarte für den Notfall. Muss echt n chilliger Typ sein. Die Mädels waren mir von Anfang an sympathisch und der erste Eindruck täuschte auch nicht. Wenn es um längere Wanderungen oder steile Treppen bergauf ging, waren sie zwar nicht so begeistert, aber wir haben trotzdem alles abgelaufen was ging, und haben jeden Aussichtspunkt besichtigt, was ich ihnen hoch anrechne.

Den ersten Tag haben wir also damit verbracht, auf der wunderschönen Küstenstraße entlang zu fahren, an einsamen Stränden entlang zu spazieren, Fotos vor den steilen Hängen zu machen, ab und zu mal einen Wasserfall anzuschauen und nach freien Campingplätzen mit Duschen zu suchen. Great Ocean Road Beach Apollo Bay Sheoak FallsAuf der Suche nach einem schönen Platz um den Sonnenuntergang zu genießen, waren wir ebenfalls, das verlief aber ebenso erfolglos, wie der Versuch am nächsten morgen den Sonnenaufgang zu beobachten. Die Klippen waren einfach im Weg. Dementsprechend waren wir alle top gelaunt, da wir um 5 aufgestanden sind. Die Nacht haben wir übrigens in einem sehr komfortablen 4 Mann Zelt verbracht, das uns so viel Wärme spendete, sodass es sich nicht nach +10 Grad anfühlte, sondern eher nach -10 Grad. Der Aufbau des Zelts im Dunkeln war auch etwas schwieriger, was aber nur dazu fuehrte, dass wir noch mehr Spass hatten (keine Ironie). Die Tatsache dass es auch keine Duschen gab hob die Stimmung natürlich zusätzlich. Die Mädels waren aber trotzdem noch immer super gelaunt und gut drauf, was eine sehr willkommene Abwechslung zu meinen dauerbekifften Zimmernachbarn im Hostel war.

Sehr komplizierter Zeltaufbau Gemeinsam geht alles

Am nächsten Tag sind wir dann den Küstenabschnitt mit den 12 Aposteln gefahren, die sozusagen die Hauptattraktion der Great Ocean Road sind. Dennoch gleichen sich die Fotos doch sehr, weil es einfach noch 100 andere ähnliche Felsformationen gab. Kaengurus Twelve Apostel Twelve Apostel Kathrin, Trixy, Melina, Ich London BridgeDie Aussichtspunkte der anderen Sehenswürdigkeiten waren sehr überlaufen, deshalb entschieden wir uns, an einen Strand zu gehen, der etwas weiter weg von den üblichen Touristenpfaden lag. Diesen Strand kann man normalerweise auch nicht erreichen, da er durch einen relativ großen und reißenden Fluss abgetrennt wird. Dieses Geheimnis blieb uns aber verborgen, da es gerade Ebbe war und wir nichtmal knöcheltief durchs Wasser gehen konmten. Der JumpNach ein paar schönen Stunden am Strand mit Gruppenfotos, Wettrennen und sonstigen Spielchen kam die Ernüchterung. Wir waren auf der anderen Seite des Flusses gefangen, und konnten den Fluss wegen der starken Strömung, der Tiefe und auch wegen der Angst von Krokodilen, Quallen oder sonstigen giftigen Tieren, nicht mehr überqueren. Unsere Schuhe, die wir auf der anderen Seite gelassen haben um sie nicht so sandig zu machen, wurden uns zum Glück noch von einem Touristen zu geworfen, der sicherlich nicht der schlechteste in sämtlichen Wurfdisziplinen wäre. Mit Schuhen, aber immernoch ohne Plan wie wir zurückkommen, wanderten wir am Fluss entlang um einen Ausweg zu finden - vergeblich. Ein paar Angler erzählten uns dass es einen mehrstündigen Umweg gäbe, auf den wir allerdings nicht wirklich scharf waren, da wir eh schon mehrere Stunden in der Sonne und ohne Essen und trinken herumliefen. Nach einiger Zeit und etlichen Überquerungsvesuchen, fasste ich mir ein Herz und watete an einer etwas seichter aussehenden Stelle durchs Wasser. Einmal drin im Wasser hatte ich dann eher mehr Angst um meine Kamera als vor irgendwelchen Tieren. Heilfroh wieder gut auf der anderen Seite angekommen zu sein, wanderten wir dann erschöpft aber trotzdem gut gelaunt zum Auto zurück. Die Mädchen konnte wirklich nichts aus der Fassung bringen. Am Abend fanden wir dann einen wunderschönen Platz um den Sonnenuntergang zu beobachten, und ließen den Abend dann erst dort und später im Zelt mit ein paar Gläsern/Plastikbechern Goon und zwei anderen Backpackern ausklingen. Melina, Ich, Trixy, Kathrin Sunset Gibbson Steps

Am nächsten Morgen fuhren wir dann in einen Nationalpark um Koalas zu sehen. Mann musste gar nicht aufmerksam umher sehen, sobald ein Koala in der Nähe war, standen sofort 15 Autos am Rand. Man wusste also gleich wo die Koalas sind, wenn man auf parkende Autos achtete. Wir hatten Glück und sahen eine wache Koala Familie. Normalerweise schlafen die Tiere 20 Stunden am Tag. War wirklich sehr süß sie auf den Bäumen umher klettern zu sehen. Koala Familie Den restlichen Tag suchten wir dann gemeinsam mit den beiden Jungs, die wir am Abend davor kennengelernt haben, nach einem Campingplatz der bezahlbar war, aber trotzdem warme Duschen und Strom hatte. Die Suche verlief zum Glück erfolgreich, und wir konnten uns sogar noch etwas zu Essen kochen. Da unser Zelt leider am Tag davor kaputt ging, mussten wir es etwas umbauen um weiterhin darin zu schlafen. Jetzt wurde es noch kälter und die Instabilität des Zeltes war auch nicht beruhigend. Aber zusammengekuschelt gings dann doch irgendwie.

Aufgrund des sehr windigen und regnerischen Wetters, haben wir am nächsten Tag nur noch einen kurzen Abstecher in einen weiteren Nationalpark. Danach gings heim nach Melbourne wo schon die andere Gruppe auf mich wartete. Wehmütig verabschiedete ich mich von den Mädchen die ich sehr lieb gewonnen habe und machte mich schwerden Herzens zu den anderen auf, in der Hoffnung sie waeren genauso super.

Dort erwarteten mich aber zwei mürrische Typen und ein ungutes Gefühl machte sich breit. Ich wollte irgendwie nach dem tollen Trip nicht irgendwelche anderen Mitfahrerer haben, die nicht so eine poitive Energie ausstrahlten wie Trixy, Melina und Kathrin. Auch hier ließ mich meine Intuition nicht im Stich. Leider. Der Fahrer dachte er wäre der coolste, schrieb SMS mit dem Handy, versuchte sich Zigaretten zu drehen und passte nicht wirklich auf den Verkehr auf. Also fuhr er dem Auto vor uns hinten drauf. Die anderen hatten nur Angst falls die Polizei kommen würde, da er anscheinend noch Restalkohol hatte. Auf den Schreck musste er erst mal einen Joint rauchen. Ich wollte nun definitiv nicht mehr mit ihnen fahren und ließ sie sitzen. Jetzt sitze ich aber wieder hier in Melbourne und weiß nicht was ich tun soll.

Aber ich hab auf jeden Fall ein paar Erfahrungen gesammelt, hatte ein super Zeit und hab echt tolle Mädels kennengelernt.

Bis demnächst, Euer Chris